Vermischtes
Schweizer Sonnenflieger schneller als geplant in Madrid
Der Schweizer Flugpionier Bertrand Piccard und sein Co-Pilot André Borschberg sind beim ersten Interkontinentalflug ihres Solarflugzeugs gut unterwegs. Die Solar Impulse landete am Freitag um 1.28 Uhr MESZ zu einem geplanten technischen Zwischenstopp in Madrid.
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Wegen Nebels konnte die Solar Impulse in Payerne (VD) erst um 8.24 Uhr anstatt wie geplant um 6.45 Uhr starten. Dank eines stetigen Rückenwinds kam das Flugzeug aber gut voran.
2500 Kilometer bis Marokko
Die Solar Impulse flog mit einer Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde über Frankreich und hatte die Verspätung am Mittag schon beinahe aufgeholt, wie das Team mitteilte.
Der erste interkontinentale Flug soll das Solarflugzeug ohne einen Tropfen Benzin über eine Distanz von 2500 Kilometern nach Marokko führen.
Kreisen über Madrid
Nach der Überquerung des Juras in einer Höhe von 3600 Metern nahm die Solar Impulse Kurs auf die südfranzösische Stadt Toulouse. Dazu musste sie das Zentralmassiv überfliegen – auf einer Höhe von 8500 Metern. (Hier können Sie die Flugroute der Solar Impulse mitverfolgen.)
Nur 1600 Kilo schwer
Das Solarflugzeug, ein Prototyp, hat eine Spannweite von 63,4 Metern und wiegt dank einem Karbonfasergerüst lediglich 1600 Kilogramm. Auf der Oberfläche der Flügel sind 12'000 Silizium-Zellen eingelassen, welche die nötige Energie produzieren.
Dank Rückenwind war die Solar Impulse bereits früher als geplant in Madrid und musste vor der Landung über dem Flughafen der spanischen Hauptstadt kreisen und das Ende des traditionellen Flugverkehrs abwarten.
Königlicher Empfang in Marokko
Piccard soll am Pfingstmontag – sofern das Wetter mitspielt – den Flug von Madrid nach Rabat übernehmen. Der Flug nach Marokko gilt als Hauptprobe für die im Jahr 2014 geplante Weltumrundung. Mit insgesamt 2500 Kilometern Länge und 48 Stunden Dauer ist er der bisher längste. Der Flug nach Marokko gilt als Hauptprobe für die im Jahr 2014 geplante Weltumrundung.
In Marokkko wird die Solar Impulse von König Mohammed VI. und von Vertretern der marokkanischen Solaragentur empfangen, die sich neue Impulse für ihr eigenes Solarprogramm erhoffen. Denn gleichzeitig mit dem Eintreffen der Solar Impulse in Marokko wird der Bau einer grossen Solaranlage in der Region Ouarzazate, im Zentrum des Landes, lanciert.
(sda/hesa/halp; mery)






