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Erdbebendienst: «Weitere Nachbeben sind wahrscheinlich»
Ein Erdbeben hat im Norden Italiens mindestens sechs Menschen getötet. Die Stärke betrug laut dem Schweizerischen Erdbebendienst 6,1. Florian Haslinger, Seismologe beim Schweizerischen Erdbebendienst, gibt noch keine Entwarnung. Es könnte noch weitere Nachbeben geben.
Hat die Schweizer Bevölkerung etwas bemerkt?
Wir haben Meldungen aus der ganzen Schweiz erhalten. Die meisten kamen natürlich aus dem Tessin, Engadin und Puschlav. In der Deutschschweiz haben es vor allem Leute gespürt, die sich in höheren Gebäuden aufgehalten haben. Diese Häuser schwanken etwas mehr als die anderen. Erdbebenschäden sind in der Schweiz jedoch nicht zu erwarten.
Wie lässt sich dieses Erdbeben einschätzen?
Aus seismologischer Sicht gilt ein Erdbeben der Magnitude 6, wie dasjenige bei Bologna, als mittelstark. Diese Beben können jedoch trotzdem grosse Schäden. Dieses Beben war sehr flach. Es ereignete sich fünf bis sechs Kilometer unter Erdoberfläche. Da muss man starke Schäden auch bei so einem Erdbeben erwarten.
Erdbeben in Italien fordert Todesopfer
Ein Erdbeben im Norden Italiens hat am frühen Sonntagmorgen mindestens sechs Menschen getötet. Mindestens 50 Personen wurden bei dem Beben der Stärke 5,9 in der norditalienischen Region Emilia Romagna verletzt.
Kam dieses Erdbeben überraschend?
Erdbeben mit der Magnitude 5 bis 6 sind in dieser Region immer möglich. Andererseits hat man spezifisch in dieser Region historisch gesehen, keine anderen Erdbeben dieser Stärke registriert.
Sind Nachbeben wahrscheinlich?
Das kann man leider nicht vorhersehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Beben ereignen werden, ist sicher höher als vor dem Erdbeben. Das bisher stärkste Nachbeben hatte eine Stärke von etwas über 5. Es wäre auch möglich, dass ein weiteres Beben nochmals die Stärke 6 erreicht.
Erdbebenland Italien
Italien ist schon oft von heftigen Erdstössen erschüttert worden. Einige schwere Erdbeben der vergangenen Jahre sehen Sie hier.
(sf/rufi;hesa)






