Inhalt

International

G8-Gipfel: Griechenland soll in der Euro-Zone bleiben

Samstag, 19. Mai 2012, 17:20 Uhr, Aktualisiert 20:30 Uhr

Die G8-Staaten wollen mehr für Wachstum und Jobs tun. Beim Gipfel in Camp David betonten sie zudem ihr Interesse, dass Griechenland seine Verpflichtungen erfüllt und im Euro-Raum bleibt.

Bild

Das ist der Kern einer wirtschaftspolitischen Erklärung, auf die sich die sieben führenden westlichen Industriestaaten und Russland in Camp David, dem Landsitz von US-Präsident Barack Obama, einigten.

Die G8-Staaten verpflichteten sich darin, «alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um unsere Volkswirtschaften zu stärken und wieder Schwung zu geben.» Die Weltkonjunktur habe zwar hoffnungsvolle Anzeichen, es stünden aber noch erhebliche Schwierigkeiten bevor. Alle Staaten hätten ein Interesse an einer Lösung der Eurokrise.

Rettungsmassnahmen je nach Land verschieden

Die acht Staaten unterstützen den neuen Kurs Europas, sowohl Wachstum als auch Haushaltssanierung voranzutreiben. Ausdrücklich wird in der Erklärung betont, dass «die richtigen Massnahmen nicht für alle von uns die gleichen sind».

Die G8-Staaten sprachen sich für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus. «Und wir betonen unser Interesse, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, und es seine Verpflichtungen erfüllt.»

SF-Korrespondent Arthur Honegger schätzt die Lage am G8-Gipfel ein (Tagesschau, 19.05.2012)

Die europäischen Partner müssten helfen, das Wachstum in dem rezessionsgeplagten Land anzukurbeln, hatte zuvor der neue französische Staatspräsident François Hollande nach Beratungen mit den G8-Partnern gesagt.

In der G8-Gruppe (G8) gab es unterschiedliche Ansichten, wie die Konjunktur dauerhaft in Gang gebracht werden kann. In den grossen westlichen Industriestaaten geht es derzeit nur Deutschland wirtschaftlich richtig gut. US-Präsident Obama, aber auch Frankreichs Präsident Hollande sprachen sich dafür aus, die Wirtschaft mit staatlichen Ausgaben anzukurbeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte angesichts der Euro-Schuldenkrise Programme auf Pump aber nach wie vor strikt ab.

Auch EU-Spitze vertreten

Zur G8 gehören die USA, Kanada, Japan, Russland, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien. Auch die Spitze der Europäischen Union sitzt traditionell am Verhandlungstisch.

(agenturen/hesa/godc; rufi)