Vermischtes
Der «Vielleicht-Panther» geistert immer noch durch die Wälder
Der Anfang Mai in Kestenholz (SO) gesichtete «schwarze Panther» gibt weiter Rätsel auf. Nach wie vor werden Sichtungen gemeldet. Doch ein handfester Beweis für die Existenz einer derartigen Raubkatze fehlt weiterhin.
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Aus den Schlagzeilen ist er in den letzten Tagen verschwunden, aus den Wäldern nicht: Der angeblich «schwarze Panther». Vor allem im Kanton Bern nehmen die Behörden immer wieder Meldungen über Sichtung eines unbekannten, schwarzen Tieres entgegen.
Die jüngste Sichtung liegt laut dem Berner Jagdinspektor Peter Jüsy erst ein Tag zurück. Sie wurde sogar mit einem Foto belegt. Es zeigte ein Tier mit schwarzem Fell. Der «schwarze Panther» entpuppte sich allerdings bei genauerem Hinschauen eindeutig als Labrador, wie Jüsy zu «SF-Online» sagte.
Laut Jüsy gibt es damit nach wie vor keinen handfesten Beweis dafür, dass sich im Grenzgebiet Solothurn-Bern ein schwarzer Panther aufhält. Man bräuchte zum Beispiel Kotspuren, anhand deren man die DNA feststellen könnte. Doch solche fehlen laut Jüsy ebenso wie zum Beispiel Reste von gerissenem Wild.
Ein Problem ist, dass Sichtungen oft zu spät gemeldet werden, so Jüsy. «Wenn jemand am Abend eine Beobachtung macht und diese erst am nächsten Morgen meldet, wird eine Verifizierung schwierig.»
«Markante Beschreibungen»
Für Jüsy ist die Existenz eines «schwarzen Panthers» in der Region nach wie vor offen. Es gebe zumindest sehr «markante Beschreibungen» von Personen, die ein solches Tier beobachten haben. «Interessant» sei auch, dass sich alle bisherigen Meldungen aus der Region Kestenholz-Thunstetten-Utzensdorf kommen.
Im Kanton Solothurn, wo das schwarze Tier bei Kestenholz zuerst gesichtet worden war, gab es in letzter Zeit keine Meldungen mehr. Der Fall bleibe rätselhaft, sagte Andreas Mock von der Kantonspolizei Solothurn zu «SF-Online».
Nachforschungen erfolglos
Das Tier war in der Schweiz erstmals am 2. Mai von Wildhüter in einem Waldstück bei Kestenholz gesichtet worden. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Solothurn hatte es «ein schwarzes Fell und einen langen Schwanz», und es soll «etwa 50 cm» hoch gewesen sein. Dies deute auf eine «kleinen Raubkatze» hin oder einem «entlaufenen Hund».
Seither gingen bei den Behörden immer wieder Meldungen über Sichtungen dieses Tieres ein. Parallel dazu geführte Abklärungen der Behörden bei Zoos, Zirkussen und Privatpersonen über eine möglicherweise entlaufene Raubkatze blieben erfolglos.
Fachleute zweifeln an Panther-Existenz
Tierfachleute halten die Existenz eines «schwarzen Panthers» in der Region grundsätzlich für sehr unwahrscheinlich. Spekulationen, wonach es sich bei dem Tier um jenen «Panther» handeln könnte, der angeblich im letzten Herbst in Süddeutschland gesichtet worden war, werden sogar als undenkbar bezeichnet. Denn in diesem Fall hätte das Tier einen extrem harten Winter überleben müssen.
Eine auf der Internetplattform «Youtube» zu sehende Aufnahme eines angeblichen «schwarzen Panthers» in Belgien wird von Fachleuten sogar als «Witz» bezeichnet. Alleine schon aufgrund der Grössenverhältnisse sei klar, dass es sich bei dem im Video gezeigten Tier um nichts anderes handeln könne als um eine schwarze Katze.
(sf/vaid;mulr)






