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International

Terrorangst in Italien – Sicherheitsmassnahmen verschärft

Donnerstag, 17. Mai 2012, 15:16 Uhr, Aktualisiert 21:05 Uhr

In Italien geht die Angst vor Terroranschlägen von Anarchisten um. Darum haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Zahlreiche Einrichtungen sowie Personen, die als mögliche Ziele gelten, stehen unter Polizeischutz.

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Ein Grossaufgebot soll jetzt verstärkt zur öffentlichen Sicherheit eingesetzt werden, teilte das nationale Komitee für öffentliche Sicherheit mit. Insgesamt stehen 20'000 Sicherheitskräfte und Soldaten im Einsatz. Ihre Aufgabe ist es 14'000 mutmasslichen gefährdete Einrichtungen sowie 550 Personen zu schützen. Das Komitee will auch mehr auf die Geheimdienste zur Vorbeugung von Anschlägen zurückgreifen.

Unter Personenschutz steht unter anderem der Geschäftsführer des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica, Giuseppe Orsi. Die anarchistische Untergrundorganisation FAI hatte vergangene Woche Anschläge gegen Finmeccanica angekündigt. Auch für Manager der Finmeccanica-Atomtochter Ansaldo Nucleare wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Regierungschef Mario Monti verspricht Schutz für Beamte.

Auf offener Strasse angeschossen

Die Sorge vor anarchistischen Attentaten ist nicht unbegründet: Die Untergrundorganistion «Informelle Anarchistische Föderation» (FAI) hatte sich zum Anschlag auf den Geschäftsführer von Ansaldo Nucleare, Roberto Adinolfi, bekannt. Vergangene Woche war er in Genua auf offener Strasse angeschossen worden.

Zwei süditalienische Tageszeitungen – «Calabria Ora» und «Gazzetta del Sud» – haben am Mittwoch einen Brief mit Drohungen gegen Italiens Premier Mario Monti und die Steuereinzugsgesellschaft Equitalia erhalten. Das Schreiben wurde von der Anarchistengruppe FAI unterzeichnet.

«Das Volk hat kein Interesse, in Europa zu bleiben, die Banken zu retten und die Schulden eines Staates zu sanieren, der sein Geld verschwendet hat», hiess es im Schreiben. Die Ermittler überprüfen, ob der Drohbrief wirklich auf die FAI-Gruppe zurückzuführen sei.

Verbindungen zu Griechenland

Die Gewalt in krisengeschüttelten Euroländern droht zu eskalieren – in Griechenland, aber besonders in Italien. In unserem Nachbarland steht offenbar eine Ausweitung des anarchistischen Terrorismus bevor, der wiederum eine Verbindung zu Griechenland haben könnte. Lesen Sie hier mehr dazu

(dpa/muei; buet)