Schweiz
Die Schweiz – Land der Bergstürze
Wie von einer Hochgebirgsregion nicht anders zu erwarten, ereignen sich Bergstürze und Erdrutsche in der Schweiz relativ häufig. Fast jedes Jahr sind Opfer zu beklagen. Ein chronologischer Überblick über die folgenschwersten Bergstürze der Vergangenheit.
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30. März 2012: Der Chauffeur eines deutschen Reisecars wird bei einem Erdrutsch im Unterengadin getötet, als sein Fahrzeug auf der Kantonsstrasse zwischen Martina und Vinadi von den Erdmassen verschüttet wird.
12. April 2010: Bei einem Felssturz auf einer Bahnlinie im Südtirol zwischen Malles und Meran nahe der Schweizer Grenze kommen sieben Menschen ums Leben.
5. August 2006: Eine 64-jährige Autofahrerin wird bei Duvin GR im Lugnez durch einen Steinschlag getötet.
31. Mai 2006: Bei einem Felssturz auf die A2 im Kanton Uri werden zwei Personen aus Deutschland in einem Auto getötet.
29. Mai 2005: Am unteren Grindelwaldgletscher BE kommt es zu mehreren Erdrutschen. Die Stieregghütte muss aufgegeben und am 3. Juni abgebrannt werden.
14. Mai 2005: Ein Erdrutsch zerstört die einzige Talstrasse zwischen Gondo VS und Zwischbergen. Zeitweise sitzen rund dreissig Personen in der Region Zwischbergen fest.
29. November 2003: Bei einem Felssturz auf der Grossen St. Bernhard-Strecke im Wallis kommt ein Autofahrer ums Leben.
12. November 2002: Ein Felssturz fordert im Walliser Saasertal einen Toten und drei Verletzte.
1. September 2002: In Lutzenberg im Kanton Appenzell Ausserrhoden sterben ein Elternpaar und ihr Sohn–- in ihrem Haus, das von Erdmassen verschüttet wird.
Sehr viel mehr Opfer forderten Bergstürze in der Vergangenheit:
Am 11. August 1881 starben beim Bergsturz bei Elm GL, ausgelöst durch unsachgemässen Schieferabbau am Tschingelberg, 116 Menschen.
Der Bergsturz von Goldau SZ forderte am 2. September 1806 etwa 500 Tote.
Der Bergsturz bei Plurs/Bergell, ausgelöst durch unsachgemässen Abbau von Lavezstein, forderte am 25. August 1618 ca. 2000 Tote.
1512/1514 starben bei einem Bergsturz bei Biasca TI und dem späterem Durchbruch des aufgestauten Brennos insgesamt ca. 600 Menschen.
(sda/falt)







