International
Syrische Revolutionäre enttäuscht vom Westen
Die syrische Protestbewegung ist von der Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die blutigen Ereignisse in ihrer Heimat enttäuscht. Die dramatischen Selbstmordanschläge von gestern mit dutzenden Toten veranlasste sie zu einer Stellungnahme.
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«Das internationale Schweigen zu diesem vorsätzlichen Morden erfüllt uns mit Schmerz und Misstrauen», hiess es in der Botschaft der so genannten Union des Koordinationskomitees der syrischen Revolution.
Keine wahllose Attacke auf Passanten
Zum Sprengstoffanschlag in Damaskus am Vortag, der nach offiziellen Angaben bis zu 70 Menschen das Leben gekostet haben soll, erklärten die Revolutionäre: «Die Version des syrischen Regimes, das behauptet, die Opposition und die Revolutionsbewegung hätten dieses Verbrechen begangen, ist unlogisch.»
Selbst wenn es in den Reihen der Regimegegner Terroristen gäbe, würden diese doch eher die vom Regime organisierten Jubelveranstaltungen für Präsident Baschar al-Assad attackieren, anstatt wahllos Passanten zu töten.
Fokus ändern des Friedensplans
In einer Erklärung des Nationalen Koordinationskomitees für den Demokratischen Wandel hiess es, ein Gesandter des UNO-Vermittlers Kofi Annan habe sich mit dem Vorsitzenden der Organisation, Hassan Abdul Asim, getroffen.
Ziel dieses Gesprächs sei es gewesen, den politischen Teil des Annan-Plans für Frieden in Syrien voranzubringen, anstatt sich immer nur auf die Überwachung der brüchigen Waffenruhe zu konzentrieren.
Die UNO-Beobachtermission in Syrien hatte im April begonnen. Die Zahl der unbewaffneten Militärbeobachter ist inzwischen auf 113 angewachsen, Ende Mai sollen es 300 sein.
(sda/dpa/engf)







