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International

Michele Bachmann will «roten Pass» nicht mehr

Arthur Honegger, Washington
Donnerstag, 10. Mai 2012, 15:03 Uhr, Aktualisiert 23:11 Uhr

Nach dem Wirbel um ihre Schweizer Staatsbürgerschaft, ausgelöst durch ein Interview mit dem Schweizer Fernsehen, gibt der «Tea-Party»-Star Michele Bachmann ihr erst im März offiziell anerkanntes Bürgerrecht wieder ab.

Bild Bachmann vor einer amerikanischen Flagge.
Sie will nur amerikanische Bürgerin sein: Ex-Präsidentschaftskandidatin Michelle Bachmann. keystone

«Ich will es völlig klar machen. Ich bin eine stolze amerikanische Bürgerin», teilt Michele Bachmann auf ihrer Website mit. «Ich habe einen Brief an das Schweizer Konsulat verfasst, in welchem ich um den Rückzug meiner Doppelbürgerschaft bitte.» Die Schweizer Botschaft in Washington bestätigt auf Anfrage, dass ein Brief per Email im Konsulat in Chicago eingetroffen sei.

Die Meldung von Bachmanns Doppelbürgerschaft hatte in den USA einige Kritik nach sich gezogen: Unter anderem wurde kritisiert, dass Bachmann ihre Schweizer Bürgerrecht nie offiziell kommuniziert hat. Zudem wurde angezweifelt, ob sie weiterhin im Geheimdienst-Ausschuss des Repräsentantenhauses sitzen könne.

«Ich bin und war immer zu 100 Prozent der amerikanischen Verfassung und den Vereinigten Staaten von Amerika verpflichtet.» Bachmann betont, sie habe die Schweizer Staatsbürgerschaft automatisch bei ihrer Heirat 1978 mit Marcus Bachmann (einem Doppelbürger) erhalten. Die Schweizer Behörden kontaktiert haben die Bachmanns allerdings erst 2012. Nach Prüfung der Unterlagen hat das kantonale Zivilstandsamt Thurgau beiden Ehepartnern sowie deren drei jüngeren Kindern das Bürgerrecht im März 2012 bestätigt.