Vermischtes
Jagdinspektor: «Es kann nur ein Panther sein»
Bei Polizei und Jagdinspektorat der Kantone Solothurn und Bern sind vergangene Woche mehrere unabhängige Meldungen eingegangen. Gesichtet wurde immer das Gleiche: Eine grosse schwarze Katze mit langem Schwanz. Dass es sich dabei um einen schwarzen Panther handelt, ist quasi belegt.
Mehrere Personen hätten eine schwarze, zirka 50 Zentimeter hohe Katze mit langem Schwanz gemeldet, sagte der eidgenössische Jagdinspektor Reinhard Schnidrig zur «Tagesschau». «Das kann sich fast nur um einen schwarzen Panther handeln.»
Beweise für den Aufenthalt der Wildkatze in der Schweiz gebe es zwar noch keine. «Es gibt aber mehrere unabhängige Beobachtungen, die bei der Polizei und den Wildhütern eingegangen sind», so Schnidrig. Die Polizei habe auch Befragungen gemacht. «Das muss man ernst nehmen.»
Unter anderem hatte ein Wildhüter das Tier im Waldstück «Im Holz» bei Kestenholz (SO) gesichtet. Danach wurde es bei Wolfwil, ebenfalls im Kanton Solothurn, geortet.
Für den eidgenössischen Jagdinspektor ist klar, dass Massnahmen ergriffen werden müssen und er spricht Klartext: «Ein Panther gehört nicht zur einheimischen Tierwelt. Grosskatzen sind potentiell immer eine Gefahr für den Menschen.» Der Panther müsse weg. Man könne versuchen, ihn einzufangen. «Gelingt dies nicht, muss er abgeschossen werden.»
Wo das Tier ausgebüxt ist, ist unklar. Es wird allerdings vermutet, dass er von Süddeutschland kommt. Letzten Herbst wurde mehrfach ein schwarzer Panther gesichtet. Das Tier wurde auch fotografiert. «Meines Wissens wurde es nie eingefangen», so Schnidrig. Es könne sich aber auch um eine illegale Tierhaltung handeln, von der der Panther geflohen sei. «Wir wissen es nicht.»
Nicht der erste Panther auf Streifzügen
Dass schwarze Panther umherstreifen ist zwar ungewöhnlich, kommt aber offensichtlich nicht selten vor: Vergangenes Jahr wurde ein schwarzer Panther im Hinterland von Massa Marittima in der toskanischen Maremma mehrfach gesichtet.
(sf/sda/horm/schubeca;bers)



