Vermischtes
Connyland: Wurden Delfine doch vergiftet?
Neue Entwicklung im Fall der zwei verstorbenen Delfine im Connyland: Nicht das verabreichte Antibiotikum soll Schuld am Tod sein, sondern womöglich ein im Urin gefundenes Opiat.
Dies geht aus einem Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen hervor, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Demnach seien im Urin der beiden Delfine Shadow und Chelmers neben dem Antibiotikum auch Spuren vom Opiat Buprenorphin gefunden worden.
«Einsatz von Opiaten gefährlich»
Es handle sich dabei um eine Heroin- und Morphin-ähnliche Substanz zur Linderung starker Schmerzen. Allerdings sei nach Aussage des niederländischen Meeresbiologen Cornelis van Elk nicht klar, wie Delfine auf dieses Opiat reagieren. «Aufgrund der sedierenden Wirkung ist der Einsatz von Opiaten sehr gefährlich», so van Elk, ebenfalls Besitzer eines Delfinariums.
Erich Brandenberger vom Connyland ist ratlos: «Wir verstehen nicht, wieso die Staatsanwaltschaft diesen Befund nicht weiter untersucht hat.»
Laut Bericht wurde neben Buprenorphin im Blut der Delfine auch das Beruhigungsmittel Benzodiazepin gefunden, das vorwiegend beim Menschen eingesetzt werde. Gemeinsam verabreicht können die Medikamente zur Atemlähmung führen.
Kein Kommentar seitens Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft kam in ihren Ermittlungen im Januar zum Schluss, dass die Delfine durch ein Antibiotikum im Gehirn geschädigt wurden. Die Folge: Shadow und Chelmers starben im vergangenen November. Gegen zwei Tierärzte wurde deshalb eine Untersuchung eröffnet. Gemäss der Zeitung wolle die Staatsanwaltschaft die jüngsten Entwicklungen wegen des noch laufenden Verfahrens nicht kommentieren.
(mery; buev)



