International
Wieder Tote und Verletzte bei Anschlägen in Syrien
Bei einem Anschlag am Stadtrand von Aleppo in Nordsyrien sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, wurden bei der Explosion im Vorort Al-Sarsir auch mehrere Menschen verletzt.
Zuvor waren bei zwei Explosionen vor einem Militärkomplex in der Hauptstadt Damaskus nach Angaben der Opposition neun Autos zerstört worden, darunter auch Militärfahrzeuge.
Regierungstruppen haben unterdessen Stützpunkte der Gegner von Präsident Baschar al-Assad in der Provinz Idlib nahe der türkischen Grenze gestürmt. Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden, berichteten Menschenrechtsaktivisten.
Die Kämpfer der Opposition greifen zunehmend auf selbst gebaute Sprengsätze zurück, die sie in Städten einsetzen.
Rückschlag auf dem Weg zum Frieden
Die neue Gewalt ist ein weiterer Rückschlag für den Friedensplan des internationalen Syrien-Vermittlers Kofi Annan. Der Plan sieht neben einer Waffenruhe auch die Entsendung von Beobachtern sowie den freien Zugang für Journalisten und Hilfsorganisationen vor.
Derzeit sind rund 50 Beobachter in Syrien tätig. Dennoch wird der seit dem 12. April geltende Waffenstillstand von beiden Seiten immer wieder verletzt. Bei dem seit 14 Monaten anhaltenden Aufstand gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen mindestens 9000 Menschen ums Leben gekommen.
(agenturen/gern)







