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Syrien: Blutige Angriffe in umkämpfter Provinz
Bei einem Raketenangriff der syrischen Armee auf ein Dorf in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens zehn Dorfbewohner getötet worden. Trotz der offiziellen Waffenruhe gibt es fast täglich Tote bei bewaffneten Zwischenfällen.
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Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, griff die Armee im Morgengrauen eine Ortschaft in der Nähe von Dschisr al-Schugur an. Neun der Todesopfer gehörten den Angaben zufolge derselben Familie an. Sie starben, als eine Mörsergranate in ihr Haus einschlug.
Tote bei Attentat
In der Stadt Idlib waren zuvor Gebäude der Sicherheitskräfte attackiert worden. Nach Oppositionsangaben wurden bei den Explosionen mehr als 20 Menschen getötet.
Das Staatsfernsehen sprach von neun Toten und etwa 100 Verletzten und machte «Terroristen» für die Anschläge verantwortlich – ein Begriff, der Präsident Baschar al-Assad für seine Gegner verwendet.
Trotz Waffenruhe
Vertreter der Protestbewegung machten das Regime für die Anschläge in Idlib verantwortlich. Sie begründeten ihren Verdacht damit, dass ein Plan für Bombenanschläge in einem Geheimpapier aus dem Sicherheitsapparat skizziert worden sei. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trotz einer seit mehr als zwei Wochen geltenden Waffenruhe hält der Militäreinsatz gegen bewohnte Gebiete an. Die Truppen und schweren Waffen waren bisher nicht aus den Agglomerationen abgezogen worden, entgegen dem Friedensplan des internationalen Vermittlers Kofi Annan.
(sda/rufi; engf)






