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Vermischtes

Mordverdächtiger verschanzt sich in Waldhöhle

Sonntag, 29. April 2012, 17:18 Uhr

Die Situation könnte aus einem «Rambo»-Film stammen. Mit einem Dutzend Feuerwaffen, grossen Mengen Munition und mehreren Propangasflaschen hat sich ein 41-jähriger Mann in einer Höhle in den Wäldern des US-Staats Washingtons verschanzt.

Bild Der Eingang zum Bunker.
Acht Jahre lang soll der Mann an seinem Bunker gebaut haben. reuters

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben den selbst gebauten Bunker an einem Berghang schlussendlich gestürmt. Sie fanden jedoch nur noch die Leiche des Mannes. Er hatte sich offenbar selbst erschossen.

Nach dem Mann wurde gefahndet, weil er in der vergangenen Woche seine 19-jährige Tochter sowie seine Frau erschossen und das Haus der Familie in Brand gesetzt haben soll. Das Einsatzteam habe sich auf langwierige Gegenwehr des Täters mit einer Schiesserei eingestellt und die Nacht über ausgeharrt. Als sie den Bunker am nächsten Morgen schliesslich öffneten, fanden sie die Leiche des Mannes.

Überlebenskämpfer

Seine Familie beschrieb den Mann als Waffennarr mit der Einstellung eines Überlebenskämpfers. Die Anlage war nach Angaben von Sheriff Cindi West «schwer befestigt». Der Mann soll acht Jahre damit verbracht haben, die Höhle in den Berg in einem beliebten Wandergebiet östlich von Seattle zu graben.

Bild Die Waffen welche die Polizei in der Höhle gefunden haben.
Der Mordverdächtige war bis auf die Zähne bewaffnet. keystone

Die Polizei brauchte mehrere Stunden in dem Waldgebiet, um seinen Bunker zu finden. Hinweise erhielten sie von Fotos der Gegend, die in dem Haus des Verdächtigen gefunden wurden sowie von Wanderern. Schlussendlich wurde der Mann aufgrund seiner Fussabdrücke aufgespürt und umzingelt. Der Mann war nicht mehr gesehen worden, nachdem am vergangenen Wochenende seine Frau und seine Tochter tot aufgefunden worden waren. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

(sda/dpa/kele)