Schweiz
Schenkkreis-Mord von Grenchen vor Gericht
Knapp drei Jahre nach dem Dreifachmord von Grenchen (SO) müssen sich ab kommenden Montag zwei Schweizer und eine Schweizerin vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verantworten.
Angeklagt wegen mehrfachen Mordes sind ein heute knapp 35-jähriger ehemaliger Spitzensportler, ein 27-Jähriger sowie eine 51-Jährige. Die beiden Männer haben die Morde gestanden. Die Frau bestreitet, die Tötung in Auftrag gegeben zu haben. Sie gilt als Drahtzieherin.
Beim sogenannten Schenkkreis-Mord wurde am 5. Juni 2009 eine dreiköpfige Familie getötet. Der 60-jährige Ehemann wurde erschossen. Seine 55-jährige Frau sowie die gemeinsame 35-jährige Tochter wurden erstickt.
Die beiden Männer hatten der angeklagten Frau 20'000 Franken geschuldet. Die Frau forderte im Frühling 2009 ihr Geld zurück und entwarf gemäss Anklageschrift den Plan, die in Schenkkreise verwickelte Familie aus Grenchen auszurauben.
Angeklagte auf freiem Fuss
Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Beschuldigten mehrfachen Mord, qualifizierten Raub sowie strafbare Vorbereitungshandlungen zu Mord und Raub vor. Zudem sind sie aufgrund der Schenkkreise wegen Verstosses gegen das Lotteriegesetz angeklagt.
Die beiden Männer befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug. Die Frau wurde im Dezember nach zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft auf freien Fuss gesetzt. Das dreiköpfige Amtsgericht eröffnet die Urteile voraussichtlich am 11. Mai.
(sda/hesa; muei)







