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Wirtschaft

US-Konzern Watson kauft Schweizer Generikahersteller Actavis

Donnerstag, 26. April 2012, 4:38 Uhr

Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für umgerechnet 5,1 Mrd. Fr. den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis. Damit werde der Konzern zum weltweit drittgrössten Hersteller von Nachahmermedikamenten.

Der Pro-Forma-Umsatz in diesem Jahr liege bei 8 Mrd. Dollar, teilte Watson nach US-Börsenschluss mit. Der US-Konzern erwartet demnach Synergien von jährlich 300 Mio. Dollar binnen drei Jahren nach der Fusion. Sowohl Watson als auch Actavis gehören bereits zu den Top-Firmen der Branche.

Unternehmen mit über 17'000 Mitarbeitern

Die Transaktion umfasst eine Barzahlung von etwa 4,15 Mrd. Euro sowie die Übernahme einer kurzfristigen Verbindlichkeit (revolver debt) von maximal 100 Mio. Euro, die zum Transaktionsabschluss zurückgezahlt werden soll.

Actavis-Konzernchef Claudio Albrecht spricht von einem «Meilenstein» für das Unternehmen. Das Führungsteam von Actavis habe den Konzern in eine gute Marktposition gebracht, um zukünftige Wachstumschancen im Generikamarkt wahrzunehmen, lässt sich Albrecht in der Medienmitteilung zitieren.

Zusammengeführt wird Watson mehr als 17'000 Mitarbeiter weltweit haben. Zum Abschluss der Übernahme wird das Unternehmen etwa 20 Produktionsstandorte und mehr als ein Dutzend Zentren für Forschung und Entwicklung aufweisen.

Konkurrenz für Sandoz

Durch die breitere Aufstellung könnte Watson stärker mit den beiden Top-Firmen der Branche, dem israelischen Konzern Teva und der Novartis-Tochter Sandoz, konkurrieren. Beide hatten in den vergangenen Jahren Milliarden-Übernahmen gestemmt.

Seit einigen Jahren findet ein Konzentrationsprozess unter den Herstellern von Medikamentenkopien statt. Die Unternehmen wollen auf diesem Wege Grössenvorteile gewinnen.

(sda/buet)