Wirtschaft
Bertarelli: Milliarden mit Ex-Vatikan-Firma
Ernesto Bertarelli hat mit dem Verkauf von Serono an den deutschen Merck-Konzern über 10 Milliarden Franken verdient. Der Ex-CEO des Biotech-Konzerns machte allerdings vor allem mit privaten Auftritten von sich reden.
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Der Pharma-Konzern Serono wurde 1906 in Rom als Instituto Farmalogico Serono gegründet. Dieses gehörte lange Zeit dem Vatikan. Bertarellis Vater Fabio kaufte es dem Kirchenstaat Ende 1970er-Jahre ab und zog damit an den Genfersee.
Bertarelli Junior machte daraus in seinen 10 Jahren als CEO eines der führenden Biotechunternehmen. 2006 verkaufte er Serono an den deutschen Merck-Konzern – für knapp 17 Milliarden Franken.
«Traurig» über Serono-Schliessung in Genf
Ernesto Bertarelli hat sich erst ein Tag nach Bekanntwerden der Schliessung des Serono-Standorts Genf dazu geäussert. Er sei «traurig und enttäuscht», sehe aber dabei Probleme der globalen Wirtschaft.
Mehr zu Bertarellis Stellungnahme lesen Sie hier.
Informationen zur Schliessung von Serono Genf finden Sie hier.
«America's Cup» und «Miss England»
Mehr zu reden als seine geschäftlichen Machenschaften gaben aber meist Bertarellis privaten Unternehmungen. Mit einem geschätzten Vermögen von über 8 Milliarden Franken landet er regelmässig auf der «Forbes»-Liste der Reichsten.
Um die Jahrtausendwende stieg Bertarelli in den Wettkampf um die prestigeträchtigste Segel-Regatte, den «America’s Cup» ein. 2003 gewann er mit der «Alinghi» als erster Europäer die begehrte Trophäe. Und wiederholte den Sieg 2007 sogar.
Der Multimilliardär ist mit der britischen Ex-«Miss England» Kirsty verheiratet. Die Promifamilie findet sich auch daher regelmässig in der Boulevardpresse – nicht zuletzt wegen der grössten Motorjacht Grossbritanniens, welche die Bertarellis lange verheimlichen wollten.
(sf/fref; horm)






