US-Wahlkampf 2012
Romney kürt sich zum inoffiziellen Herausforderer
Nach einer Serie weiterer Vorwahlsiege hat der US-Republikaner Mitt Romney den Wahlkampf gegen Amtsinhaber Barack Obama eröffnet. «Ein besseres Amerika beginnt heute Nacht», versprach er.
In seiner Rede in Manchester (New Hampshire) erklärte sich Romney inoffiziell zum Herausforderer des Demokraten Obama bei der Wahl am 6. November. Zuvor hatte er laut US-Fernsehsendern innerparteiliche Abstimmungen über die republikanische Spitzenkandidatur in Rhode Island, Connecticut, Delaware, New York und Pennsylvania gewonnen.
Wer liegt vorne?
Republikanische Delegiertenstimmen nach verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern – (benötigte Stimmenzahl 1144; Quelle New York Times, Stand 6.6.2012).
| Bewerber | Stimmen total |
| Mitt Romney | 1398 |
| ---------------------- | ---- |
| Rick Santorum | 267 |
| Newt Gingrich | 138 |
| Ron Paul | 137 |
Die Siege galten als sicher, nachdem Romneys bisheriger Hauptkonkurrent Rick Santorum am 10. April das Handtuch geworfen hatte. Seitdem sind nur noch Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der Kongressabgeordnete Ron Paul mit im Rennen, aber ohne jede Chance.
Wählerauftrag: Entthronung Obamas
Romney hat auch nach dem fünffachen Sieg die magische Zahl von 1144 Delegierten noch nicht erreicht, die für die Nomination auf einem Parteitag Ende August nötig sind. Diese Marke wird er nach Berechnungen des Senders CNN erst im Mai erreichen.
Aber der Ex-Gouverneur von Massachusetts wertete die Ergebnisse der Vorwahlen als Bestätigung dafür, dass ihn die Republikaner mit der Entthronung Obamas beauftragt haben. «Heute Nacht endet die Enttäuschung über die Obama-Jahre», sagte Romney denn auch in seiner Rede in New Hampshire.
(sda/dpa/maiu)



