International
Timoschenko wieder zurück im Gefängnis
Die kranke ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko (51) hat angeblich eine Behandlung in einer Klinik verweigert. Sicherheitskräfte brachten sie deshalb zurück ins Straflager.
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«Es war unmöglich, sie im Krankenhaus zu behalten. Das ist kein Hotel», sagte die stellvertretende Gesundheitsministerin der Ex-Sowjetrepublik, Raissa Moissejenko, nach Medienangaben.
Timoschenko war in erst in der Nacht zum Samstag in einer Geheimaktion und mit Polizeibewachung in das Eisenbahnerkrankenhaus in der ostukrainischen Stadt Charkow gebracht worden. Die Oppositionsführerin hatte wiederholt erklärt, sie misstraue einheimischen Ärzten.
Widersprüchliche Aussagen
Timoschenko hatte nach Angaben der Justiz einer Behandlung in der Klinik zugestimmt. Ihr Anwalt sagte hingegen, die Politikerin sei gegen ihren Willen verlegt worden. Spezialisten der Berliner Charité hatten sie im Straflager untersucht und eine Therapie ausserhalb der Haftanstalt angemahnt.
Timoschenko war im Oktober 2011 in einem als politisch motiviert kritisierten Prozess wegen angeblichen Machtmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Seit Donnerstag wird gegen sie zudem in einem zweiten Verfahren wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung verhandelt. Die Berliner Ärzte hatten sie für verhandlungsunfähig erklärt.
(dpa/gigb; schl)







