Kultur
Ägyptisches Totenbuch in Australien entdeckt
99 Jahre lang lagerten Fragmente des «Totenbuchs von Amenhotep» unerkannt im Keller des «Queensland Museum» in Australien. Per Zufall wurden diese nun von einem britischen Ägyptologen entdeckt.
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Eigentlich wollte John Taylor – der Ägypten-Kurator des Britsh Museum in London – nur eine Ausstellung im australischen Brisbane vorbereiten. Dann entdeckte er auf einem Stück Papyrus die Namenshieroglyphe des Priesters und Baumeisters Amenhotep. «So eine Entdeckung macht man nur einmal im Leben», meinte Taylor zu seinem Fund. «Der Papyrus ist nicht von irgendjemand Amenhotep war einer der höchsten Beamten als Ägypten am Gipfel seiner Blüte stand.»
Noch weiter Fragmente im Keller vermutet
Das Papyrusfragment wurde als Teil des «Totenbuchs von Amenhotep» identifiziert. Der Priester war unter anderem für den Bau des berühmten Tempels des Amun Re in Karnak vor 3400 Jahren verantwortlich.
Laut Taylor liegen im Keller des Museums noch weitere Fragmente des Papyrus. Eine Frau hatte diese dem Museum vor 99 Jahren geschenkt, doch niemand wusste um deren Bedeutung. Das Totenbuch wurde hingegen bereits 1890 entdeckt und teilweise an Sammler und Museen verkauft.
Der britische Ägyptologe will die empfindlichen Papyrusteile nun fotografieren und digital mit Fragmenten aus Museen in London, Boston und New York zusammenfügen.
Der Direktor des australischen Queensland Museums, Ian Galloway, plant derweil die Nachfahren der grosszügigen Spenderin ausfindig zu machen. Galloway erhofft sich dadurch mehr über die Geschichte des Papyrus zu erfahren.
(sda/rism/blur)







