Vermischtes
Gummischrot für zurückkehrenden Braunbären
Der Braunbär M13 ist nach einem dreitägigen Abstecher ins österreichische Tirol nach Graubünden zurückgekehrt. Um ihn von bewohntem Gebiet fernzuhalten, wurde er mit einer Ladung Gummischrot verschreckt.
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Das gut zweijährige Männchen M13 wurde im Unterengadin von Wildhütern und Privatpersonen beobachtet.
Der von Norditalien nach Graubünden gewanderte Jungbär war an Karsamstag in der Nähe von Scuol im Unterengadin erstmals gesichtet worden. In den letzten Tagen bewegte er sich entlang der schweizerisch-österreichischen Grenze und hielt sich zwischendurch im Tirol auf.
Zurück ins Unterengadin wanderte M13 in der Nacht auf Donnerstag, wie der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi sagte. Weil sich der Bär in der Gemeinde Tschlin in der Nähe von Häusern aufhielt, brannte ihm die Wildhut eine Ladung Gummischrot auf den Pelz, um das Tier aus bewohntem Gebiet zu verscheuchen.
Mit Gummischrot war vor vier Jahren bereits auf den «Problembären» JJ3 geschossen worden, allerdings ohne grossen Erfolg. Weil das Tier zunehmend zum Risiko wurde, wurde JJ3 am 14. April 2008 erlegt. Anders als vor vier Jahren, wird heute eine spezielle Bärenmunition verwendet.
Bär verhielt sich zuletzt unauffällig
Schäden an Nutztieren seien derzeit nicht bekannt, sagte Brosi weiter. Der jetzige Bär hatte sich nach der Einwanderung auffällig verhalten und sich auf der Suche nach etwas Fressbarem immer wieder bewohnten Siedlungen genähert. Er plünderte im Unterengadin Bienenstöcke und tötete eine Ziege.
Um seinen Aktionsradius zu überwachen, wurde ihm ein Senderhalsband umgebunden. In den letzten Tagen habe sich M13 unauffällig verhalten. Tagsüber ziehe er sich in unbewohntes Gebiet zurück, sagte Brosi.
(sda/vaid;coro)



