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Kultur

Viele US-Filme am Filmfestival Cannes

Donnerstag, 19. April 2012, 19:48 Uhr

Im Wettbewerb des 65. Internationalen Filmfestivals in Cannes konkurrieren 22 Produktionen um die Goldene Palme. Deutsche und Schweizer Regisseure sind nicht im Rennen, dafür können gleich zwei Österreicher auf den Gewinn hoffen.

Bild Die Goldene Palme.
Wer gewinnt die Goldene Palme? Sicher ist: Kein Schweizer. Das Alpenland war zuletzt 2003 im Wettbewerb. keystone

Die USA sind besonders stark vertreten. Unter den US-Bewerbern ist die Jack-Kerouac-Verfilmung «On the Road» des Brasilianers Walter Salles, wie die Festivalleitung bekannt gab.

«Twilight»-Star Kristen Stewart spielt darin eine Hauptrolle. Stewarts «Twilight»-Partner Robert Pattinson ist mit «Cosmopolis» des Kanadiers David Cronenberg im Wettbewerb.

Bild Kristen Stewart.
Keine Vampir-Szenen: Kristen Stewart spielt in der Verfilmung des Kultbuches «On the Road». reutes

Um die Trophäe wetteifern ausserdem die beiden US-Beiträge «Mud» von Jeff Nichols und «The Paperboy» von Lee Daniels mit Zac Efron und Nicole Kidman. Auch «Killing them Softly» des Australiers Andrew Dominik mit dem Hollywood-Star Brad Pitt wurde in der Hauptsektion aufgestellt.

Aber auch Österreich ist mit zwei Bewerbern prominent. Einer der beiden ist Michael Haneke, der bereits 2009 eine «Goldene Palme» für «Das weisse Band» erhielt.

Haneke tritt mit dem Film «Amour» mit Jean-Louis Trintignant und Isabelle Huppert an. Sein Landsmann Ulrich Seidl will mit «Paradies: Liebe» punkten. Mit Im Sang-soo und Hong Sang-soo ist auch Südkorea doppelt vertreten.

Bild Michael Haneke im März 2010.
Gleich zwei Österreicher wollen die Goldene Palme gewinnen. Michael Haneke geht mit seinem Film «Amour» in den Wettbewerb. keystone

Der britische Regisseur Ken Loach, der 2006 für «The Wind That Shakes the Barley» eine Palme holte, zeigt in Cannes «The Angel's Share». Zurück im Wettbewerb ist auch der Däne Thomas Vinterberg, der 1998 für «Festen» ausgezeichnet wurde. Heuer zeigt er «The Hunt». Der Iraner Abbas Kiarostami – Preisträger 1997 – versucht es mit «Like Someone in Love» noch einmal.

Schweiz Zaungast

Die Schweiz war zuletzt 2003 im Hauptwettbewerb in Cannes vertreten – mit der Koproduktion «Ce jour-là» des Chilenen Raoul Ruiz. 

Eine Goldene Palme gab es für die Schweiz zwar nie, dafür eine Handvoll andere Preise: 1946 den Grossen Preis für «The Last Chance» von Leopold Lindtberg, 1958 einen Spezialpreis für «Bronze Faces» von Bernhard Taisant, 1973 den Preis der Jury für «L'invitation» von Claude Goretta und 1981 denselben für «Light Years Away» von AlainTanner.

Das Filmfestival in Cannes findet am 16. bis 27. Mai statt.

(sda/hurg)