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«Das waren keine unschuldigen Kinder»
Das Gericht gewährt dem 33-Jährigen Massenmörder 30 Minuten für sein Statement. Es sei für ihn die «grösste Ehre», sein Leben im Gefängnis zu verbringen oder für sein Volk zu sterben, macht Breivik deutlich. Einen Funken Reue sucht man in seine Ausführungen vergeblich. Hier ein Auszug:
«Das waren keine unschuldigen Kinder, sondern politische Aktivisten, die für den Multikulturalismus arbeiteten», sagte der Angeklagte zu seinem Massaker im Jugendcamp von Utøya, wo er kaltblütig 69 Teilnehmer getötet hatte. Als Breivik die sozialdemokratische Jugendorganisation AUF mit der Hitlerjugend verglich, unterbrach ihn die Richterin.
Sein Massaker begründete Breivik damit, dass es in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg keine wahre Demokratie mehr gegeben habe. Das Volk sei beschwindelt worden. Da eine friedliche Revolution nicht möglich sei, sei Gewalt die einzige Möglichkeit.
Die Gegner von Einwanderung und Multikulturalismus hätten sich seit dem Zweiten Weltkrieg nicht frei äussern dürfen, sagte der 33-Jährige. «Es sind diese Ungerechtigkeiten, die mich, den Lasermann in Schweden und die NSU in Deutschland schufen.»
Der als «Lasermann» bekanntgewordene Schwede John Ausonius hatte von 1991 bis 1992 mit einer Schusswaffe Jagd auf dunkelhäutige Opfer gemacht. Er wurde wegen Mordes und neun Mordversuchen zu lebenslanger Haft verurteilt. In Deutschland war im vergangenen Jahr eine beispiellose Mordserie der Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) aufgeflogen.
(dpa/sda/hues)



