International
Ägypter suspendieren 10 Präsidentschaftskandidaten
Die Wahlkommission in Ägypten hat zehn Kandidaten von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen. Darunter finden sich der Muslimbruder Chairat al-Schater und der frühere Geheimdienstchef Omar Suleiman.
Der frühere Mubarak-Vertraute Suleiman habe nicht die nötigen Unterschriften von Wahlberechtigten aus allen Gouvernements. Al-Schater sei nicht zugelassen, weil er erst im März 2011 aus dem Gefängnis entlassen worden war.
Nur reine Ägypter dürfen antreten
Ein Gesetz besagt, dass Häftlinge nach Verbüssung ihrer Strafe oder nach ihrer Begnadigung sechs Jahre nicht für eine Wahl kandidieren dürfen. Die Partei der Muslimbrüder, die Partei für Gerechtigkeit und Freiheit, war bei den Parlamentswahlen stärkste Kraft geworden.
Der salafistische Kandidat Hasem Abu Ismail wurde den Angaben zufolge gesperrt, weil seine Mutter die US-Staatsbürgerschaft hat. Gemäss dem Gesetz dürfen Kandidaten nur die ägyptische Staatsbürgerschaft besitzen und müssen von ägyptischen Eltern abstammen.
Gegen die Entscheidung der Kommission könne Einspruch eingelegt werden, hiess es weiter. Zu der Wahl hatten 23 Kandidaten antreten wollen. Der Urnengang soll zwischen dem 23. und dem 25. Mai stattfinden.
(sda/gern)



