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Nun wird es ernst für Mitt Romney
Der Startschuss für den Zweikampf Mitt Romney – Barack Obama im US-Präsidentschaftswahlkampf ist gefallen. Nun steht Romney vor der schweren Aufgabe, die republikanische Basis zu einen. Nun muss Romney an seinem mangelhaften Image arbeiten.
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Nach dem Rückzug von Rick Santorum aus dem republikanischen Kandidatenrennen ist klar: Mitt Romney wird höchst wahrscheinlich am Parteitag Ende August in Tampa (Florida) zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gekürt. Dann beginnt der Zweikampf im Rennen ins Oval Office offiziell.
Romney muss an Image arbeiten
Vor Romney liegt allerdings noch die schwere Aufgabe die republikanische Basis zu einen. Zwar führt Romney das Bewerberfeld mit 625 von 1144 benötigten Delegiertenstimmen an, doch für viele ist er nach wie vor nicht fassbar.
Davon überzeugt ist SF-Korrespondent Arthur Honegger in Washington. Zu «SF Online» sagt er: «Romney muss versuchen, sich neu zu präsentieren. Die Umfragen zeigen klar, dass die meisten Wähler nicht glauben, dass er ihre Probleme versteht. Gut möglich, dass darum nun eine Image-Kampagne für ihn gestartet wird.»
Denn Romney hat Schwachstellen. Im menschlichen Umgang gilt er als spröde und unterkühlt. Angeblich kann er mit «einfachen Leuten» nicht gut umgehen. Bei moderaten Wählern schneidet der Vater von fünf Söhnen zwar gut ab, aber konservative und vor allem religiös ausgerichtete Republikaner vermissen feste Grundsätze und politische Standhaftigkeit.
Einer für alle, alle für einen
Zudem konnte der aus dem Rennen ausgeschiedene Ex-Senator Rick Santorum bei Anhängern der Tea Party punkten. Romney muss diese Stimmen nun für sich gewinnen. Sie hätten sich sicher einen anderen Kandidaten als Romney gewünscht, analysiert Honegger. «Noch mehr aber wünschen sie sich, dass Obama aus dem Weissen Haus fliegt. Dieses Ziel wird das gesamte rechte Lager im November zusammenschweissen.»
US-Wirtschaft Zünglein an der Waage
Romneys grösster Vorteil ist wahrscheinlich, dass er das grosse Geld hinter sich hat. Der zweite ist seine Kompetenz in Finanz- und Wirtschaftsfragen. Doch damit alleine kann er nun nicht mehr punkten.
Romneys Strategie gegen Obama wird darauf hinauslaufen, den amtierenden Präsidenten als unfähig hinzustellen, die derzeitige Wirtschaftskrise zu lösen. «Die Wirtschaft ist in diesem Wahlkampf das Wichtigste, aber nicht das Einzige», erklärt Honegger. Man müsse auf allen Feldern der Politik mitspielen können. Allerdings werde vieles davon abhängen, wie sich die US-Wirtschaft bis zum Wahltag entwickle.
Obama teilt aus
Obamas Verteidigungsstrategie wird darauf abzielen, die republikanische Politik als Ursache der aktuellen Krise zu identifizieren. Ausserdem würden nur die Reichsten unter Romney profitieren, und zwar auf Kosten der Mittelklasse.
Schweres Geschütz hat er bereits nach Santorums Abschiedsrede aufgefahren: «Je mehr die Amerikaner von Mitt Romney sehen, desto weniger mögen sie ihn und desto weniger vertrauen sie ihm», stand in einer von Obamas Wahlkampfteam verschickten E-Mail.
(sf/dpa/schubeca; from)



