Vermischtes
Engadiner Bär hat einen Namen
Seit Samstag zieht ein Bär durchs Engadin – und treibt sein Unwesen. Die «Tagesschau» hat sich auf Spurensuche begeben und weiss nun mehr über den Südtiroler Einwanderer.
Der Unterengadiner Wildhüter Curdin Florineth vermutet gegenüber der «Tagesschau»: Der am Samstag im S-charltal gesichtete Bär kommt aus dem Südtirol. M13 heisst dieser, ist ein zweijähriges Männchen und bringt mindestens 100 Kilogramm auf die Waage. Im Oktober letzten Jahres bekam er einen Peilsender, verlor ihn aber später wieder. Bis vor zwei Wochen hielt er sich noch in Italien auf.
Bär hat keine Angst vor Menschen
Für ein- und dasselbe Exemplar spricht, dass sich beide Bären in ihrem Verhalten ähneln. So meinte der Südtiroler Wildhüter Markus Lanthaler kürzlich gegenüber «Südtirol Online»: «Der Bär zeigte keinerlei Scheu, auch nicht vor meinem Hund, der ihn anbellte.»
Gleiche Beobachtung machte der SF-Augenzeuge Mario Riatsch am Samstag. Auf dessen Video ist ein furchtloser Bär zu sehen. Nur knapp 20 Meter war dieser vom Betrachter entfernt. Das Tier beobachtete ihn genau, bevor es wieder im Wald verschwand.
In der vergangenen Nacht hat der Bär oberhalb von Scuol ein Bienenhaus leergeräumt. Hobby-Imker Karl Andersag sagt gegenüber der «Tagesschau», dass sich der Schaden auf zirka 700 Franken belaufe. Trotzdem will Wildhüter Florineth noch von keinem Sicherheitsrisiko sprechen. Zunächst gelte es, die Lage zu beobachten.
(mery;rufi)






