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Vermischtes

Erste bewegte Bilder vom Bär im S-charltal

Florian Frey
Samstag, 7. April 2012, 19:46 Uhr, Aktualisiert 23:12 Uhr

Der Bär ist zurück in der Schweiz. SF-Augenzeuge Mario Riatsch hat auf dem Weg von Scuol nach S-charl (GR) ein Tier gesichtet. «SF Online» zeigt ein Video und Fotos von dem Bären, die uns der Zuschauer zur Verfügung stellte.

Videoplayer
Im Video: Der Bär im S-charltal (Tagesschau, 22 Uhr, 07.04.2012)

Riatsch war auf dem Weg nach S-charl als ihm plötzlich ein Bär vor das Auto sprang. Das Tier wollte über den angrenzenden Bach fliehen, konnte diesen aber nicht überqueren, wie Riatsch gegenüber «SF Online» erklärte.

«Er stand etwa 15 Meter von uns entfernt», so der SF-Augenzeuge. Der Bär folgte dann dem Weg beim Bach, bis er etwas weiter oben im Wald verschwand.

Bild Bär im Schnee unter Bäumen.
Eindrückliches Erlebnis: SF-Augenzeuge trifft im S-charltal auf einen Bären. sf augenzeuge riatsch

In dieser Region hatte zuletzt im vergangenen Sommer ein Bär sein Unwesen getrieben. Er hatte von Italien her kommend in der gleichen Region mindestens 20 Schafe gerissen. Nach Mitte Juli wurde er nicht mehr auf Schweizer Boden gesichtet.

Bären-Männchen suchen Verbreitungsgebiete

Die Wanderungen von Bären haben in dieser Ecke Graubündens «Tradition». Seit sechs Jahren führten die Streifzüge der Tiere vom Südtirol immer wieder in das Gebiet des Nationalparks.

Weil «Meister Petz» in der Schweiz auch seinen Hunger stillt, wird er meist zum «Problem-Bären» – und somit zum Politikum. Eine gewisse Berühmtheit erlangte «JJ3». Weil er gerne in Siedlungsgebieten umherstreifte und relativ viele Nutztiere riss, wurde er zum Abschuss freigegeben und Mitte April 2008 erlegt.

Wildhüter gehen davon aus, dass immer wieder Bären in die Schweiz kommen. Denn im benachbarten Südtirol leben 25 bis 30 Tiere. Auf ihrer Suche nach Verbreitungsgebieten kommen vor allem Männchen auf Schweizer Boden.