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«Super Tuesday»: Romney kann Santorum nicht abschütteln - Nur hauchdünner Sieg in Ohio
Der «Super Tuesday» hat den Republikanern keinen Vorentscheid in der Kür eines Präsidentschaftskandidaten gebracht. Mitt Romney gewann zwar sechs Bundesstaaten, darunter mit Ohio den wichtigsten mit hauchdünnem Vorsprung, aber Rick Santorum bleibt ihm auf den Fersen.
Der 64-jährige Romney siegte im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur klar in Ohio, Virginia, Vermont, Idaho, Alaska und erwartungsgemäss auch im Ostküstenstaat Massachusetts, wo er einst als Gouverneur war.
Wer liegt vorne?
Republikanische Delegiertenstimmen nach verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern – (benötigte Stimmenzahl 1144; Quelle New York Times, Stand 6.6.2012).
| Bewerber | Stimmen total |
| Mitt Romney | 1398 |
| ---------------------- | ---- |
| Rick Santorum | 267 |
| Newt Gingrich | 138 |
| Ron Paul | 137 |
«Ich stehe bereit, ... unser Land zum Wohlstand zu führen», sagte er vor jubelnden Anhängern. Unter Obamas Regierung seien Arbeitsplätze vernichtet worden. «Ich weiss dagegen, wie Arbeitskräfte geschaffen werden», sagte Romney. Wenn er an der Regierung sei, «kommt endlich echter Wandel» versprach er.
Demonstrativ ging Romney kaum auf seine Rivalen ein und gratulierte ihnen lediglich für ihren Wahlkampf.
Santorum ist Romney auf den Fersen
Der Multimillionär konnte allerdings seinen ärgsten Rivalen Rick Santorum nicht abschütteln. Der Ex-Senator gewann in Tennessee, North Dakota und in Oklahoma.
Bei einem Auftritt in Steubenville (Ohio) feierte sich Santorum als Sieger des Tages. Er stellte sich in seiner Rede als Aussenseiter dar, der trotz geringer Ausgangschancen - vor allem wegen mangelnder finanzieller Ausstattung - grosse Erfolge feiern kann.
«Es gab keinen einzigen Staat, in dem ich mehr Geld ausgegeben habe als die Leute, gegen die ich dort gewann», sagte er.«Wir werden einige Goldmedaillen holen und noch viel mehr Silbermedaillen», sagte Santorum mit Blick auf gute Resultate in vermeintlich verlorenen Bundesstaaten. Seit diesen Vorwahlen werfen auch verlorene Bundesstaaten Delegiertenstimmen ab je nach erreichtem Prozentsatz.
Der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich heimste derweil den Sieg in seinem Heimatstaat Georgia ein. Damit hat er bisher in zwei Vorwahlen gewonnen.
In einer ersten Reaktion sagte Gingrich, er werde weitermachen. Er sei schliesslich der Einzige, der Obama schlagen könne.
Einige tausend Stimmen entscheiden Ohio
In Ohio lieferten sich Romney und Santorum ein so enges Rennen, dass eine Nachzählung als zunehmend wahrscheinlich gilt. Romney distanzierte Santorum um lediglich einen Prozentpunkt, was einigen tausend Stimmen entspricht.
Die Vorwahl in Ohio gilt als die mit Abstand wichtigste Abstimmung an diesem «Super Tuesday», bei dem in insgesamt zehn
Bundesstaaten gewählt wird. Nach einer traditionellen Faustregel muss ein Kandidat in dem hart umkämpften «Swing State» im Mittleren Westen unbedingt gewinnen, wenn er Präsident werden will.
Überblick über den «Super Tuesday»
Insgesamt wurde an diesem «Super Tuesday» in zehn Bundesstaaten gewählt. Sehen sie hier die Sieger und ihre Resultate, indem sie mit der Maus über den jeweiligen Bundesstaat fahren.
Romney hatte sich zum Ziel gesetzt, mindestens fünf Wahlen am «Super Tuesday» zu gewinnen. Das Ziel hat er zwar erreicht, seinen Kontrahenten Santorum aber distanzieren vermochte er dadurch nicht.
Rennen weiter offen
Insgesamt ging es um 437 Delegierte für den Nominierungsparteitag der Republikaner im August. Das ist mehr als ein Drittel der Stimmen, die ein Bewerber benötigt, um dort aufgestellt zu werden.
Der schwerreiche Geschäftsmann Romney konnte zuvor acht Vorwahlen in New Hampshire, Florida, Nevada, Maine, Arizona, Michigan, Wyoming und im Staat Washington für sich entscheiden. Santorum gewann in Iowa, Colorado, Minnesota und auch in Missouri. Gingrich hat mit seinem Sieg in Georgia zwei Vorwahlen für sich entschieden.
(sda/koua)






