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Griechenland lässt in der Schweiz Bankkonten sperren

Freitag, 24. Februar 2012, 6:44 Uhr, Aktualisiert 15:00 Uhr

Im Kampf gegen die Steuerhinterziehung hat die Athener Staatsanwaltschaft drei Bankkonten in der Schweiz sperren lassen. Auf ihnen lägen 158 Mio. Euro, die dem Griechen Lavrentios Lavrentiadis gehören, bestätigt die Behörde entsprechende Angaben der «Handelszeitung».

In Bern bestätigten sowohl die Bundesanwaltschaft wie auch das Bundesamt für Justiz (BJ) auf Anfrage von «SF Online», dass in dieser Sache noch kein Rechtshilfeersuchen aus Athen eingetroffen ist.

Bild Der griechische Unternehmer Lavrentios Lavrentiadis.
Das gesperrte Vermögen gehört dem griechischen Unternehmer Lavrentios Lavrentiadis. reuters

BJ-Sprecher Folco Galli wies aber darauf hin, dass auf ausdrückliches Ersuchen eines anderen Staates im Rahmen des Rechtshilfegesetzes vorläufige Massnahmen getroffen werden können. Die Athener Staatsanwaltschaft hat nach Angaben der «Handelszeitung» vom Donnerstag nun 3 Monate Zeit, ein Rechtshilfegesuch in der Sache einzureichen.

Am vergangenen Freitag, 17. Februar hat die Strafverfolgungsbehörde eine Anfrage an die Schweiz gerichtet, wie sie gegenüber «SF» bestätigt. Demnach habe die Bundesanwaltschaft in Bern bereits am folgenden Dienstag die Namen dreier Trusts geliefert, auf deren Konten das Geld aus Griechenland liegt. Die betreffenden Konten werden beim Zürcher Vermögensverwalter GHP Arbitrium geführt, bestäigte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle der «Tagesschau».

Ermittlungen wegen Betrugs

Lavrentiadis ist in seinem Heimatland in einen Wirtschaftsskandal verwickelt. Die von ihm kontrollierte Proton Bank musste im vergangenen Jahr vom griechischen Staat mit 900 Mio. Euro gerettet werden. Lavrentiadis und weitere Geschäftsleute sollen laut einem Untersuchungsbericht der griechischen Zentralbank zuvor von der Bank bis zu 700 Mio. Euro in andere Länder verschoben haben.

Die Staatsanwaltschaft in Athen ermittelt gegen Lavrentiadis wegen Betrugs und anderer Delikte bei Proton. Der Unternehmer weist seit Monaten alle Beschuldigungen zurück.

(sf/dpa/buet)

Kommentare aktiv...

F. Egli
(fb_1787006141 Mann)
Verfasst am: 24.2.2012 20:47

Unglaubliche Kumpanei der Regierung

In der Schweiz wird wirklich jedes... mehr

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G. bossert, Safenwil
(fama Frau)
Verfasst am: 24.2.2012 12:02

Die unehrlichen Griechen....

Mit dem Finger auf die Unfähigkeit der... mehr

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B. Hermann, Bern
(Macropis Frau)
Verfasst am: 24.2.2012 11:50

"Schweizer Guthaben eines reichen Unternehmers sperren lassen"

Wie ist es möglich,dass andere Staaten in... [1]  mehr

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