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Swiss Re verdreifacht Jahresgewinn

Donnerstag, 23. Februar 2012, 7:10 Uhr, Aktualisiert 08:23 Uhr

Der Rückversicherungs-Konzern Swiss Re hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 2,6 Mrd. Dollar erzielt, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr. Dabei belasteten Naturkatastrophen das Unternehmen im vergangenen Jahr ausserordentlich stark.

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Die Erdbebenkatastrophen in Neuseeland und Japan und Fluten in Australien hatten dem Konzern den Jahresauftakt verdorben und für rote Zahlen gesorgt. Swiss Re fing sich seit dem zweiten Quartal aber wieder auf, nicht zuletzt dank umfangreicher Reserveauflösungen und einer günstigen Steuerquote.

Kosten übersteigen Prämieneinnahmen

Auch die günstige Entwicklung der Kapitalanlagen stützte den Rückversicherer. Im Vorjahr belasteten Swiss Re zudem die Kosten, die für die Rückzahlung einer Anleihe fällig geworden waren. 2009 musste sich Swiss Re angesichts von hohen Verlusten in Zusammenhang mit der amerikanischen Subprimekrise beim Investoren Warren Buffett Geld besorgen.

Im Sachgeschäft allerdings zeigten sich die Folgen der teuren Naturkatastrophenschäden des vergangenen Jahres, wie aus den präsentierten Jahreszahlen hervorgeht: Die Schadenleistungen und administrativen Kosten der Swiss Re überstiegen das Prämienvolumen.

«Wende im Markt»

Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) liegt für 2011 bei 101,6 Prozent. Das operative Resultat des Sachgeschäfts fiel um fast die Hälfte auf 1,3 Mrd. Dollar.

Nach den zahlreichen Naturkatastrophen ziehen die Preise für den Risikoschutz aber wieder an. Er beobachte eine «verhaltene, aber breit abgestützte Wende im Markt» für Rückversicherungspreise, sagte Swiss-Re-Konzernchef Michel Liès.

Der Luxemburger führt seit 1. Februar als Nachfolger von Stefan Lippe den zweitgrössten Rückversicherer der Welt. Lippe hatte den Rückversicherer nach der Krise 2008/09 wieder auf Kurs gebracht und den Konzern neu strukturiert.

(sda/sf/buet)

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