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Bund versteigert Mobilfunk-Lizenzen für 1 Milliarde

Donnerstag, 23. Februar 2012, 10:30 Uhr, Aktualisiert 21:23 Uhr

Für den Bund ist die Versteigerung aller Mobilfunkfrequenzen eine goldene Gans. Heute ist die Gant zu Ende gegangen. Fast eine Milliarde Franken hat sie in die Bundeskassen geschwemmt.

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Die Behörden rechnen nicht damit, dass die Preise der Mobilanbieter durch die Auktion steigen werden. (Tagesschau, 23.02.2012, 12.45)

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Am meisten musste Sunrise bezahlen, wie die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) mitteilen. Der zweitgrösste Telekom-Anbieter der Schweiz wendete 482 Millionen Franken auf. Die Swisscom liess sich die Frequenzvergabe 360 Millionen Franken kosten, Orange 155 Millionen Franken.

Über die ganze Auktion hatten die Behörden den Mantel des Schweigens ausgebreitet, um Absprachen zu verhindern. Nicht einmal die Teilnehmer und das genaue Datum der Versteigerung wurden veröffentlicht. Bisher verlautete nur, dass die Auktion im Februar/März über die Bühne gehen solle. Ferner klar war, dass die drei grossen Anbieter Orange, Sunrise und Swisscom teilnehmen würden.

Bild Gegenlicht-Aufnahme einer grossen Sende-Antenne, an der zwei Monteure arbeiten.
Wer von den grossen Mobile-Playern wohl das Rennen um die besten Mobilfunk-Frequenzen machte? keystone

Einzigartige Auktion

Nach Kritik aus der Branche hatten die Behörden die Auktion um über ein halbes Jahr verschoben. Ursprünglich hätte die Versteigerung bereits vor den Sommerferien von 2011 über die Bühne gehen sollen. Die bisherigen Mobilfunkanbieter In&Phone, Orange, Sunrise und Swisscom wie auch allfällige neue Betreiber mussten bis Ende September beim Bakom ihr Bewerbungsdossier einreichen.

Die Auktion in der Schweiz war einzigartig: Trotz Kritik von Sunrise und Orange hielten die Behörden an ihrem Plan fest, alle Mobilfunkfrequenzen auf einen Schlag zu vergeben. Damit erhielten alle Interessen einerseits die Chance, eine zukunftstaugliche Frequenzausstattung zu erwerben, und andererseits langfristige Planungssicherheit, argumentierte die Comcom. Denn die heutigen Mobilfunklizenzen laufen Ende 2013 beziehungsweise 2016 ab. 

Gesamt-Planung ermöglicht

Zudem steht nach dem Abschalten des von Fernsehsendemasten verbreiteten analogen TVs ein weiterer Frequenzbereich zur Verfügung, der für den Mobilfunk genutzt werden kann. Und es steht eine neue Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution), die viel höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht, vor der Türe.

Mit der Versteigerung des ganzen Spektrums auf einmal können die Telekom-Anbieter eine Gesamt-Planung mit allen Technologien machen, die zur Verfügung stehen. Die neuen Konzessionen sollen bis Ende 2028 gelten.

(awp/sda/from)

Kommentare aktiv...

H. Wach, Luzern
(sfpluto1 Mann)
Verfasst am: 23.2.2012 23:51

Zeitgeist: Informationsüberflutung führt zu Informationsmüll+Elektronikschrott

Noch vor 30 Jahren wurden Informationen fast... mehr

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H. Bernoulli, Zürich
(hbernoulli Mann)
Verfasst am: 23.2.2012 15:12

Und grosszügig

wird die Belastung von Mensch&Natur... [1]  mehr

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Ablehnen — 13 Leser sind anderer Meinung.

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M. Hiltbrunner, Riedtwil
(matahi Mann)
Verfasst am: 23.2.2012 11:15

Nicht nachweisbare Belastung

Terrestrische noch höhere... [2]  mehr

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