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Saures statt Süsses: Starker Franken setzt Bonbonbranche zu

Mittwoch, 22. Februar 2012, 10:59 Uhr

Die Schweizer Zuckerwarenhersteller haben im vergangenen Jahr zwar mehr Bonbons und andere Zuckerwaren verkauft. Der starke Franken liess den Umsatz aber schmelzen. Insgesamt hat die Branche im vergangenen Jahr 315 Millionen Franken und damit 4,2 Prozent weniger umgesetzt.

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Bild Eine Schale mit Gelée-Bonbons.
Vor allem Gelée-Bonbons erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. keystone

Verkauft haben die Bonbonmacher insgesamt 31'728 Tonnen Bonbons, Kaugummis, Dragées und andere Zuckerwaren. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. Den grössten Absatzzuwachs verzeichneten dabei Geléeartikel und Gummibonbons mit 12,1 Prozent, wie der Schweizerische Verband der Backwaren- und Zuckerwaren-Industrie Biscosuisse mitteilte.

Im Inland blieb der Absatz mit plus 0,1 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig stieg aber der Umsatz um 3,1 Prozent auf 103 Millionen Franken.

Mühe bereitete den Schweizer Zuckerwarenherstellern der Export. Zwar stieg der Absatz im Ausland um 3 Prozent auf 24'373 Tonnen an, der Umsatz jedoch fiel deutlich um 7,4 Prozent auf 212 Millionen Franken.

Hoffen auf Normalisierung des Frankenkurses

Da die Branche 76,8 Prozent im Ausland absetzt und hier die Produktionskosten in Franken, die Verkäufe aber vor allem in Euro oder Dollar abgewickelt werden, machte die negative Währungssituation den Umsatz zunichte. Die grössten Exportmärkte sind Deutschland (25 Prozent), USA (19,3 Prozent), Frankreich (12,1 Prozent) und die Niederlande (8,3 Prozent).

Im laufenden Geschäftsjahr hoffen die 14 dem Branchenverband Biscosuisse angeschlossenen Bonbonmacher auf eine Normalisierung der Währungssituation. Im Inland gelte es den Marktanteil zu halten.

(sda/frua)

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