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Tote und Verletzte bei Zugunglück in Argentinien

Mittwoch, 22. Februar 2012, 17:43 Uhr, Aktualisiert 23.02.2012, 5:12 Uhr

Trauer und Schock in Argentinien: Ein vollbesetzte Regionalzug fährt ungebremst gegen einen Prellbock. Nach dem schweren Zugunglück mit 49 Toten und 600 Verletzten suchen die Behörden nach der Ursache der Tragödie.

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"Wir wissen nicht, was auf den letzten 40 Metern passiert ist. Der Zug hat nicht gehalten", sagte Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi Stunden nach dem Unglück bei einer Pressekonferenz. Es gebe viel zu untersuchen.

Zugunglück in Buenos Aires (unkommentiert)

Das Unglück ereignete sich am Morgen um 8.36 Uhr Ortszeit (12.36 Uhr MEZ) im Bahnhof Once im Westen der Hauptstadt. Der bis zu 1500 Passagieren vollbesetzte Zug fuhr mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte einen Prellbock.

Bei dem Aufprall hatte sich der zweite Zugteil in den ersten Waggon gebohrt. Durch den Aufprall seien Insassen in die Luft geschleudert worden, sagte ein Passagier einem TV-Sender. «Auf dem Boden lagen blutende Verletze.» Weil sich die Zugteile ineinander verkeilten, waren Dutzende Passagiere eingeschlossen.

Defekte Bremsen: Eine mögliche Ursache

Nach Angaben von Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi erlitten viele der Verletzten Brüche, Quetschungen und Schürfwunden sowie schwerere Verletzungen wie Brustkorbprellungen. Laut Schiavi gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren. 

Eisenbahngewerkschafter, Roberto Nuñes «Sie transportieren vor allem Menschen aus den vorderen Wagons ab» (Tagesschau, 22.02.2012, 19.30)

Ein Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Sarmiento Line erklärte, der verunfallte Zug habe die Werkstatt erst am Dienstag verlassen und die Bremsen hätten gut funktioniert: «Soweit wir wissen, bremste die Maschine ohne Probleme bei den vorigen Stationen.»

Dutzende Rettungswagen rasten nach dem Aufprall zu dem Bahnhof. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Zugführer aus den Wrackteilen befreit wurde. Er konnte noch nicht befragt werden. Zahlreiche Verletzte wurden auf Tragen abtransportiert.
 

Bild Rettungkräfte holen Verletzte aus dem Zug
Bei der Einfahrt in den Bahnhof war der Zug mit 2000 Menschen voll besetzt: Rettungkräfte holen Verletzte aus dem Zug. reuters

«Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar», berichtete einer der Passagiere. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt und mit der Situation überfordert gewesen. Sanitäter und Feuerwehr waren über Stunden hinweg im Einsatz, um die in den Wrackteilen eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien. Die Verletzten wurden in Spitäler der Umgebung gebracht.

Der Bahnhof Once liegt im Westen von Buenos Aires und wird täglich von hunderttausenden Passagieren genutzt. Im September vergangenen Jahres waren in Buenos Aires bei einem Unfall mit zwei Nahverkehrszügen und einem Bus elf Menschen tödlich verunglückt.

Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen.

(dpa/fref/weis)

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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
(thkaepp Mann)
Verfasst am: 23.2.2012 2:49

Traurige Realität und viel Schlendrian,

wenn man aber bedenkt, was in Lateinamerika auf... [1]  mehr

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