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Frankreich wird Kampfjet-Offerte kaum nachbessern

Dienstag, 21. Februar 2012, 18:30 Uhr

Im Streit um neue Kampfjets kann die Schweiz nicht mit neuen Angeboten aus Frankreich rechnen. Frankreichs Verteidigungsminister Gérard Longuet sagte dem Schweizer Fernsehen, dass die französische Regierung in der Angelegenheit nicht aktiv werde.

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Die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge sei eine Angelegenheit zwischen der Schweizer Regierung und dem Rafale-Hersteller (Dassault). Frankreich unterstütze zwar seine Industrie, betreibe aber keinen Handel mit Flugzeugen, sagte der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet auf Anfrage von SF-Korrespondent Adrian Arnold.

Verteidigungsminister Longuet zur nachgebesserten Kampfjet-Offerte von Dassault (Rafale)

Longuet machte damit allfällige Hoffnungen zunichte, dass der französische Staat das bisherige Angebot von Flugzeughersteller Dassault für seine Rafale-Kampfflugzeuge nachbessern könnte.

Im Wettstreit um eine Kampfflugzeug-Bestellung aus der Schweiz haben die involvierten Hersteller Saab (Gripen), EADS (Eurofighter) und Dassault (Rafale) ihre Offerten offiziell längst abgeliefert. Nachgebessert werden könnten die Angebote nur noch von den Herstellerstaaten, aber nicht mehr von den Flugzeugproduzenten selber, sagte Bundesrätin Doris Leuthard vor einer Woche.

Der Typen-Entscheid ist ohnehin bereits gefallen – zumindest für den Bundesrat. Er will als Ersatz für die 30jährigen Tiger-Flugzeuge 22  schwedische Gripen-Kampfjets kaufen.

Dassault unterbot frühere Offerte

Wieweit der Entscheid in Stein gemeisselt ist, bleibt fraglich. Maurer erklärte vor einer Woche vor den Medien, dass man Rafale-Hersteller Dassault aufgefordert habe, eine überarbeitete Offerte einzureichen. Inoffiziell hat Dassault  dies bereits getan. In einem Brief an die Sicherheitskommission im Januar soll Dassault sein bisheriges Angebot deutlich unterboten haben. Neu bietet der französische Hersteller 18 Rafale zum Preis von 2,7 Mrd. Franken an.

Dassault ist verglichen mit der Situation vor einigen Monaten allerdings nicht mehr unbedingt auf einen Auftrag aus der Schweiz angewiesen. Vor einigen Monaten noch stand die Rafale-Produktion wegen ausbleibender Aufträge vor einem möglichen Aus. Nun hat aber Dassault im Januar einen Grossauftrag aus Indien für 126 neue Flugzeuge erhalten.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Aussage von Frankreichs Verteidigungsminister Longuet zu verstehen: «Ich bin stolz auf unsere Flugzeuge, wenn eine Regierung sie will, dann will sie sie. Und wenn nicht, dann bedauere ich das», sagte er auf eine Frage des Schweizer Fernsehens.

(sf/vaid)

Kommentare aktiv...

H. Balmer, Winznau
(tigerkralle46 Mann)
Verfasst am: 22.2.2012 8:52

Frankreich oder Schweden?

Ob Frankreich oder Schweden,was spielt das für... mehr

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H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 22.2.2012 1:22

Ich finde die Haltung der französischen Regierung

in Ordnung. Nach dem Motto: Wer nicht will, der... mehr

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D. Ulrich
(daniele.ulrich Mann)
Verfasst am: 21.2.2012 23:35

20 Jets sind halt mega prestigeträchtig

OK, musste ja kommen: wir kaufen die Flugzeuge... [1]  mehr

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