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Krise im Euro-Land

Griechenland: Private Gläubiger zahlen mehr

Dienstag, 21. Februar 2012, 2:09 Uhr, Aktualisiert 21:09 Uhr

Kurz vor dem drohenden Staatsbankrott bekommt Griechenland neue Finanzhilfen in Höhe von 130 Milliarden Euro. Die Euro-Finanzminister beschlossen nach gut zwölfstündigen Beratungen in Brüssel unter anderem auch stärkere Kontrollen. Private Gläubiger werden stärker in die Pflicht genommen.

Bild Demonstranten vor dem griechischen Parlament.
Nach langen Verhandlungen erhalten die Griechen nun ein zweites Milliarden-schweres Hilfspaket. keystone

Die privaten Gläubiger – vor allem Banken, Versicherungen und Fonds – werden stärker zur Kasse gebeten als ursprünglich geplant. Sie verzichten nach Angaben von Diplomaten auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen an Griechenland. Bisher waren nur 50 Prozent vorgesehen – was für Athen eine Entlastung um 100 Milliarden Euro bedeutet hätte.

Rettung in letzter Minute

Dies reichte jedoch nicht aus, um die derzeit 350 Milliarden Euro betragende Verschuldung Griechenlands bis zum Jahr 2020 auf etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. In mehreren schwierigen Verhandlungsrunden parallel zu den Ministerberatungen lenkten die Gläubiger schliesslich ein. Der Schuldenerlass der Banken war eine Voraussetzung für den Internationalen Währungsfonds (IWF), um sich neben den Eurostaaten an dem Hilfsprogramm zu beteiligen.

SF-Wirtschaftsredaktor Reto Lipp «Mit diesem Hilfspaket kauft man sich etwas Zeit» (Tagesschau, 21.02.2012, 12.45)

Damit wird Griechenland erneut in letzter Minute vor dem Staatsbankrott bewahrt. Am 20. März muss Griechenland 14,5 Milliarden Euro Schulden tilgen – die das Land aber nicht hat. Bereits 2010 hatte Athen ein ähnliches Paket von den Euro-Partnern und dem IWF von 110 Milliarden Euro Notkrediten erhalten.

Langwierige Verhandlungen mit Bankenverband

Die Eurogruppe pochte auf die stärkere Beteiligung der privaten Gläubiger an der Sanierung Griechenlands. Die schwierigen Verhandlungen mit dem internationalen Bankenverband IIF hatten Monate gedauert.

SF-Korrespondent Jonas Projer «Was hier augehandelt wurde, ist erst einmal ein Entwurf» (Tagesschau, 21.02.2012, 19.30)

Das Hilfspaket ist verbunden mit einer Reihe von politischen Reform-Auflagen für die Regierung in Athen. Sie soll unter anderem Renten und Mindestlöhne kürzen, durch eine Reform des Steuersystems für mehr Einnahmen und mit einer Öffnung bisher abgeschotteter und streng regulierter Märkte für mehr Wachstum sorgen.

Auf einem Sperrkonto soll ausserhalb der Verfügungsgewalt der griechischen Regierung Geld gelagert werden, mit dem Zinsen und Tilgungen gezahlt werden müssen. Die Einhaltung dieser Auflagen soll künftig ständig – und nicht mehr nur sporadisch – von einer Expertengruppe von EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank überwacht werden.

 

SF-Korrespondent Werner van Gent «Die Leute wollen, dass die Sparmassnahmen endlich aufhören» (Tagesschau, 21.02.2012, 19.30)

(dpa/buet)

Kommentare aktiv...

G. rafailis, bern
(babag Mann)
Verfasst am: 21.2.2012 11:08

mehr respekt bitte

die kommentare sind z.t.sehr unfair und z.t.... mehr

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B. Faden
(fb_100001275935239 Mann)
Verfasst am: 21.2.2012 9:32

Wer nennt sich schon wieder Privat...

IHR.......Und Vielen Dank für EURE spENDEn!!!!

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E. Walther, Lyssach
(Wal48 Mann)
Verfasst am: 21.2.2012 9:32

Ferien in Griechenland

Skywork fliegt ab Belp z.B. nach Thessaloniki.... mehr

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