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Blütenpracht aus dem Permafrost

Montag, 20. Februar 2012, 21:25 Uhr

Forscher von der Russischen Akademie der Wissenschaften haben 30'000 Jahre alte Pflanzen zum Blühen gebracht. Diese waren im sibirischen Permafrost konserviert worden.

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Der Versuch zeigt, wie bedeutend  Permafrostböden als Lagerstätte für Leben seien, das längst von der Erde verschwunden geglaubt schien, schreiben die Biologen der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften. Die gefrorenen Böden bedecken rund 20 Prozent der Erdoberfläche.

Vergleich mit heutigen Pflanzen

Zu Forschungszwecken wählten die Forscher die Art «Silene stenophylla» aus, die zur Gattung der Leimkräuter gehört. Das Pflanzenmaterial stammt aus unterirdischen Höhlen, die vor etwa 31'000 Jahren von Erdhörnchen gegraben und als Futterverstecke genutzt wurden. Die Höhlen liegen rund 38 Meter unter der Oberfläche des Permafrostbodens und sind seit ihrem Entstehen nicht aufgetaut.

Die Forscher haben die ursprüngliche Pflanze mit heutigen der gleichen Art verglichen. Die Blütenblätter der heutigen Exemplare sind breiter und stärker gefurcht. Ausserdem sind die heutigen Blüten einer Pflanze alle zweigeschlechtlich.

Permafrost als Schlüssel zur Vergangenheit

Die weitere Untersuchung von Permafrostböden sei notwendig, um den Genpool vergangener Zeiten zu entdecken, schreiben die Wissenschaftler. Ab einer gewissen Tiefe sind diese oft mehrere hundert Meter dicken Bodenschichten dauerhaft gefroren – und zwar seit Jahrtausenden. Eingeschlossen im Boden finden sich noch heute Überreste längst vergangener Zeiten – von mikroskopisch kleinen Bakterien über Pollen, Sporen, ganze Pflanzen oder Insekten bis hin zu riesigen Tieren wie zum Beispiel den Mammuts.

(dpa/frec)

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M. Löhrer, St. Gallen
(cellosftv Mann)
Verfasst am: 21.2.2012 7:37

Ich habe ummer gesagt

dass Tiefkühltruhen gut seien ;-)

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