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Samba-Queens und Salto-Kings: In Rios Karneval brennt die Luft

Sonntag, 19. Februar 2012, 16:18 Uhr

Tausende Tänzer und Tänzerinnen, Trommler und leichtbekleidete Samba-Queens haben in der Nacht in Rios legendärem Sambódromo den Höhepunkt des Karnevals 2012 gefeiert. Den Auftakt für das traditionelle Defilee der besten Sambaschulen machte der Club «Renascer de Jacarepaguá».

Renascer, der in seinem Auftritt das Werk des brasilianischen Neo-Pop-Künstlers Romero Britto präsentierte, bot 3500 fantasievoll kostümierte Narren auf, die in verschiedenen Themenblöcken aufgeteilt waren und zu einem eigens komponierten Samba-Lied tanzten.

Sommerliche 28 Grad

Auf einem der riesigen Motivwagen waren Trampoline installiert, auf denen mehrere Artisten während der Fahrt Saltos vollführten. Auf dem letzte Wagen fuhr der Künstler selbst mit. «Ich fühle mich sehr geehrt», sagte Britto.

Bis zum frühen Morgen des Rosenmontags sollten insgesamt sieben Schulen durch das von Brasiliens Star-Architekt Oscar Niemeyer erbaute Tribünenstadion ziehen, darunter auch Vorjahressieger «BeijaFlor».

Auf den Stadionrängen verfolgten über 70'000 Zuschauer das Spektakel live bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad. Jeder Club hat maximal 82 Minuten Zeit für seinen Auftritt.

Entscheidung am Aschermittwoch

Der Kampf um Rios Karnevalskrone 2012 geht in der Nacht zum Dienstag mit der zweiten Runde der sechs letzten Sambaschulen weiter. Die Entscheidung über den Sieger fällt am Aschermittwoch. In diesem Jahr zog es auch die US-Sängerin Jennifer Lopez und Playboy-Gründer Hugh Hefner zum «Carnaval» nach Rio.

Der Fantasie und dem Erfindertum sind keine Grenzen gesetzt: ob schrille und ausgefallene Kostüme oder der altbewährte «Hauch von nichts» an einer Samba-Tänzerin, in den unterschiedlichsten Aufmachungen ziehen die Menschen in Rio de Janeiro durch die Strassen. Was sie verbindet ist der Klang der heissen Samba-Rhythmen und die Freude am bunten Treiben.

Mit Zwei Millionen ins Guinness-Buch

Während der fünftägigen Karnevalszeit werden in der Samba-Zentrale Südamerikas unzählige Feste und 400 Umzüge durchgeführt. Die «Bola Preta» ist der älteste und auch grösste Umzug in Rio, welcher jeweils Hunderttausende in seinen Bann zieht.

Die Organisatoren hoffen dieses Jahr zwei Millionen Menschen anzulocken und damit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde zu erreichen. Derzeit hält ein Festumzug mit 1,6 Millionen Teilnehmern im Jahr 1995 in der brasilianischen Stadt Recife den Rekord.

Rio im Samba-Ausnahmezustand. («Tagesschau am Mittag» vom 19.02.2012)

Mit kühlem Bier gegen 30 Grad ankämpfen

Bei manchmal über 30 Grad mit tausenden von Menschen auf den Strassen zu tanzen ist eine schweisstreibende Angelegenheit. Umso mehr, da der «Bola Preta» mindestens sechs Stunden dauern wird. So fliesst dann auch das Bier an den Samba-Festen in Strömen und bereitet den Bars und Geschäften Rekordumsätze.

Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund vier Millionen Besuchern, darunter 850'000 Touristen.

(sda/muep/halp)

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 20.2.2012 8:30

In Rios Karneval brennt die Luft

Na hoffentlich gibt es genügend Verhüterli.

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