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International

Protokoll von Christian Wulffs Rücktritt

Freitag, 17. Februar 2012, 10:52 Uhr, Aktualisiert 11:56 Uhr

Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff hat seinen Rücktritt eingereicht. Damit zog er die Konsequenzen aus den drohenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover. Im Anschluss würdigte Kanzlerin Angela Merkel die Arbeit von Christian Wulff. Sie habe mit Bedauern seinen Rücktritt zur Kenntnis genommen. Das war unser News-Ticker.

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11.30 Uhr –  Merkel würdigt Wulff

Angela Merkel würdigt die Arbeit von Christian Wulff. Sie habe mit Bedauern seinen Rücktritt zur Kenntnis genommen. «Christian Wulff hat unserem Land wichtige Impulse gegeben. Christian Wulff und seine Frau Bettina hätten Deutschland im Ausland «würdig vertreten».

Angela Merkel äussert sich zum Rücktritt von Christian Wulff

«Ich bin überzeugt dafür gebührt ihm unser aller Dank.» Merkel will einen gemeinsamen Kandidaten von Koalition und Opposition für die Nachfolge von Christian Wulff als Bundespräsident vorschlagen. Die Gespräche sollen rasch aufgenommen werden. Merkel kündigte an, auf SPD und Grüne nach einer Abstimmung in der Regierungskoalition zuzugehen.

11.15 Uhr – Opposition fordert Gespräche

SPD und Grüne haben nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, Gespräche mit der Opposition über einen Nachfolger aufzunehmen.

11.00 Uhr – Wulff gibt Erklärung ab

Christian Wulff betritt den Raum und schreitet zum Rednerpult. «Gerne habe ich mein Amt ausgeübt. Unser Land braucht einen Präsidenten, der sich den nationalen und internationalen Herausforderungen widmen kann», sagt Wulff. Das Vertrauen sei nicht mehr. Er habe Fehler gemacht, sei «aber stets aufrichtig gewesen». Er erklärt seinen Rücktritt: «Deutschland braucht einen Präsidenten, der vom Vertrauen einer breiten Mehrheit getragen wird.» In seiner kurzen Eklärung dankte er insbesondere seiner Frau.

Rücktrittserkärung von Christian Wulff

10.55 Uhr – Wulff offenbar vor Rücktritt

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff will nach Angaben gut informierter Kreise noch seinen Rücktritt erklären.

Damit werde er die Konsequenzen aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft in Hannover ziehen, die am Donnerstag eine Aufhebung seiner Immunität und die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gefordert hat.

Bundespräsident Wulff tritt per sofort zurück

Christian Wulff hat in einer nüchternen Rede seinen Rücktritt erklärt. Der Bundespräsident begründete seinen Entscheid mit dem fehlenden Vertrauen der Bevölkerung. Lesen Sie hier mehr

10.50 Uhr – Grosser Andrang

Grossandrang kurz vor dem Auftritt von Christian Wulff drängeln sich zahlreiche Kameraleute und Fotografen im Schloss Bellevue

10.45 Uhr – FDP und Grüne kündigen Erklärungen an

FDP-Chef und Vizekanzler Philipp Rösler kündigt Erklärung für 13 Uhr in Stuttgart an. Die Spitze der Grünen will sich nach den Stellungnahmen von Wulff und Merkel beraten. Cem Özdemir und Claudia Roth wollen um 12 Uhr vor die Medien treten.

10.15 Uhr – Koalition geht von Rücktritt aus

Die schwarz-gelbe Koalition erwartet offenbar einen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff. In Koalitionskreisen hiess es, die Parteichefs von CDU, CSU und FDP wollten am Samstag in Berlin zu Beratungen zusammenkommen. Dort soll über die Situation zu beraten werden. Erwartet wird, dass dabei bereits über einen Nachfolgekandidaten gesprochen wird.

10.05 Uhr – Vieldeutige Hinweise bei Twitter

Die Hinweise auf einen Rücktritt von Wulff verdichten sich. Die stellvertretende Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär, schreibt via Twitter: «Gut, dass wir in unserem Lande momentan den besten Bundesratspräsidenten haben, den Deutschland nur haben kann! #Seehofer». Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer ist Bundesratspräsident, er würde Wulffs Geschäfte übernehmen, bis die Bundesversammlung einen Nachfolger wählt.

09.22 Uhr – Merkel sagt Italienreise ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für 11.30 Uhr eine Erklärung angekündigt. Ein Thema wurde nicht genannt. Eigentlich sollte sie zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg nach Italien zu Gesprächen mit Ministerpräsident Matrio Monti sein.

 

(sf/agenturen/redaktion)

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