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ABB macht trotz Krise Rekordgewinne

Donnerstag, 16. Februar 2012, 16:24 Uhr, Aktualisiert 17.02.2012, 0:03 Uhr

Der Energietechnik- und Automationskonzern verzeichnet neue Rekorde in Umsatz und Gewinn. Dass ABB in einem schwierigen Umfeld gut geschäftet, hat seine Gründe.

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Die Jahreszahlen der ABB lassen aufhorchen. 2011 machte der Schweizer Grosskonzern 20 Prozent mehr Umsatz. Und auch der Reingewinn stimmt: Er kletterte um 24 Prozent auf 3,168 Mrd. Dollar.

ABB: Geschäft mit Stromleitungen boomt (10vor10, 16.02.2012)

Wie ist dies möglich, in Zeiten, in denen der Franken hoch und in Europa die wirtschaftliche Lage getrübt ist? Der ZKB-Analyst Richard Frei weiss: «Der Franken spielt für die ABB keine entscheidende Rolle, da die Firma weltweit tätig ist – in der Schweiz befinden sich nur rund 5 Prozent der Mitarbeiter». Die meisten Teile werden in anderen Ländern produziert. Währungsunterschiede gleichen sich somit durch die vielen Standorte aus.

Strategisch wichtige Zukäufe

Kommt dazu: Europa ist zwar ein wichtiger Handelspartner, doch gingen die Aufträge vor allem in Asien sowie Nord- und Südamerika ein. Speziell in Nordamerika baut ABB seine führende Stellung aus. Die angekündigte Übernahme des US-Niederspannungsunternehmens Thomas & Betts (T&B) und der Kauf des US-Industriemotorenkonzerns Baldor sind Teil der Strategie von Konzernchef Joe Hogan.

Erfolgszahlen bei Schweizer Unternehmen (10vor10, 16.02.2012)

Der Konzern ist aber nicht nur bezüglich der Standorte weltweit gut aufgestellt. «Die ABB wirtschaftet unter anderem in den Bereichen Energieeffizienz, Verkehr und erneuerbare Energien. In allen Bereichen erwarten wir in den kommenden Jahren Wachstum», so ZKB-Analyst Richard Frei.

ÄBB wird von den veralteten Netzen der Länder profitieren

Gut aufzeigen lässt sich dies am Beispiel der erneuerbaren Energien: In der Nordsee entstehen riesige Windparks. Um den Strom zu den Endverbrauchern zu transportieren, braucht es neue, entsprechende Leitungen. Noch stockt dieses Geschäft bei ABB allerdings – vor allem aufgrund politischer Hindernisse. Der ZKB-Analyst bescheinigt der ABB in diesem Bereich jedoch langfristig viel Potential.

Momentan trübt ein ungünstiger Produkte-Mix sowie der anhaltende Preisdruck die Margen bei ABB. Konzernchef Hogan gab sich diesbezüglich für den weiteren Jahresverlauf jedoch optimistisch.

 

ABB profitiert von der Verjüngung von Stromnetzen. (Tagesschau, 16.02.2012, 12.45)

(gallch)

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