Vermischtes
Massives Artensterben in Schweizer Seen
Über 40 Prozent der Schweizer Felchenarten sind in den letzten Jahrzehnten ausgestorben. Bei den überlebenden Arten hat die genetische Vielfalt um bis zu 70 Prozent abgenommen. Das Wissensmagazin «Einstein» zeigt, wie das Wasserforschungsinstitut Eawag diesen Nachweis erbringen konnte.
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5000 in Alkohol und Formalin eingelegte Fische dokumentieren die Artenvielfalt der Schweizer Felchen zwischen 1850 und 1950. Der Biologe Ole Seehausen hat die heutigen Felchenbestände mit dieser historischen Sammlung verglichen. Sie ist in ihrer Vollständigkeit weltweit einzigartig.
Der Grund für das massive Artensterben war laut den Eawag-Forschern die Überdüngung der Seen mit Phosphat. Dank strengen Gewässerschutz-Bestimmungen sind die Seen heute zwar wieder phosphatarm: Die genetische Vielfalt der Felchen ist aber unwiederbringlich verloren. Die Studien-Ergebnisse werden heute auch im internationalen Fachmagazin «Nature» publiziert.
Die Resultate sind politisch brisant. Eine aktuelle Motion verlangt vom Parlament die künstliche Phosphat-Anreicherung im Brienzersee. Hintergrund dieser Forderung ist der markante Rückgang der Fangerträge. Phosphate begünstigen das Wachstum von Plankton, der Hauptnahrungsquelle der Felchen. Im Brienzersee ist der Phosphatgehalt jedoch unter die Nachweisgrenze gefallen. Jetzt wollen Berufsfischer und Fischereiverbände mit der Phosphat-Anreicherung die Nahrungssituation der Fische verbessern.
Der Bundesrat hat sich heute gegen ein sogenanntes Phosphat-Management ausgesprochen. Der Ständerat will im Frühling darüber entscheiden.
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B. Hermann, Bern
)
(Macropis
Verfasst am: 17.2.2012 8:38
Gerade deshalb
und auch aus Gründen der Zerstörung und... mehr
Zustimmen — 33 Leser sind auch dieser Meinung.
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S. oesch, goldiwil
)
(befae
Verfasst am: 16.2.2012 22:12
Artensterben
Im Gegensatz zu mir, glaubt ihr doch fast alle... [1] mehr
Zustimmen — 18 Leser sind auch dieser Meinung.
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J. Zumbach, Spiegel
)
(Polit-Experte
Verfasst am: 16.2.2012 20:29
Phosphat reinpumpen ...
was das Zeug hält, damit der kommerzielle... [1] mehr
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