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Ständige Erreichbarkeit wird zum Stressfaktor

Mitja Rietbrock
Mittwoch, 15. Februar 2012, 12:07 Uhr, Aktualisiert 16.02.2012, 0:06 Uhr

Immer erreichbar – privat und für die Arbeit. Smartphones führen zu psychischer Belastung der Arbeitnehmer und sorgen für Schaden in der Wirtschaft. Erste Unternehmen arbeiten bereits an Gegenstrategien zum Technostress, wie die «Rundschau» berichtet.

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Technostress wegen Smartphones («Rundschau» , 15.02.2012)

Amerikanische Studien schätzen, dass Technostress die Wirtschaft weltweit jedes Jahr bis zu 300 Milliarden Franken kostet. Der Forscher Jans O. Meissner beschäftigt sich an der Hochschule Luzern mit dem Phänomen Technostress. «Der Arbeitnehmer ist durch die ständige Erreichbarkeit zunehmend in seinem Arbeitsprozess gestört», erklärt er. Er kann sich nicht kontinuierlich einer Arbeit widmen. «Man versucht zwar ständig, etwas abzuarbeiten, aber am Ende des Tages hat man es nicht geschafft.»

150 Emails pro Tag bearbeiten

Unternehmer Yann-Yves Bengui in Genf ist auch im Fitnessstudio ständig online. Dass er abhängig ist, gibt er zu. Inzwischen hat er auch gesundheitliche Probleme durch den Dauerstress der ständigen Erreichbarkeit: «Manchmal habe ich schon morgens Kopfweh, manchmal Atemprobleme», berichtet er in der «Rundschau».

Auch Peter Waser, Leiter Services bei Microsoft Westeuropa, legt sein Smartphone nicht aus der Hand. Bis zu 150 Emails pro Tag bearbeitet er.

Jedes dritte Handy ein Smartphone

Der Verkauf von Smartphones ist 2011 nochmals gestiegen – und zwar um 58
Prozent auf 472 Millionen Geräte, wie das Marktforschungsunternehmen Gartner berichtet. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Mobiltelefone verkauft, ein Plus von 11,1 Prozent.

Apple ist mit seinen iPhone-Modellen der weltgrösste Smartphone-Hersteller mit einem Marktanteil von 19 Prozent im gesamten Jahr und 23,8 Prozent im Schlussquartal. Als führende Smartphone-Plattform behielt das Google-Betriebssystem Android zum Jahresende im zweiten Quartal in Folge einen Marktanteil von gut 50 Prozent.

Beim Software-Hersteller erarbeiten die Mitarbeiter im Teamtraining Strategien zum Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit. Das Ziel: Das Erkennen von Technostress.

Frage der Eigenverantwortung

«Wo sind unsere Stresslevel, unsere Grenzen? Wann fängt das an, gefährlich zu werden?» fragt Trainerin Claudia Wentsch ihre Gruppe. Aber so rigoros wie das Westschweizer Unternehmen «Andreae Team», will sie es aber nicht. Hier werden Emails grundsätzlich erst nach 24 Stunden beantwortet.

Bild Zwei Hände bedienen ein Smartphone.
Fluch oder Segen? Die Smartphones ermöglichen ständige Erreichbarkeit – was aber wiederum bei deren Nutzer Stress auslöst. colourbox

Zusammen mit ihrer Gruppe erarbeitet sie individuelle Auszeiten für die Erreichbarkeit über Email und Smartphone. «Wir sehen die Entscheidungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters als extrem hoch an. Wir geben da keine Vorgaben», sagt Trainerin Wentsch. Vorgaben wie jene bei «Andreae Team» würden nicht der Kultur ihres Unternehmens entsprechen.

Die Kursteilnehmer sind sich einig, dass es nicht immer einfach ist, sich im globalen Arbeitsumfeld abzugrenzen. Marketingmitarbeiter Stefan Hagenbach ist überzeugt: «Wenn ich wirklich Ruhe will, dann schaffe ich sie mir. Das ist auch eine Frage der Selbstdisziplin und der Eigenverantwortung.»

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 19:26

Ich hab 2... zum 2ten...

...ich hab 2fel, ob, ausser fuer gewisse... mehr

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I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 19:17

Also ich hab 2...

... Eines einfach so und das Andere wenn das... mehr

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F. Siegenthaler, Luzern
(ikaah Frau)
Verfasst am: 15.2.2012 18:01

Beruflicher oder Privater Stress?

Ich gebe meinen vorgängigen Schreibern recht.... mehr

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