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Gripen: Bundesrat kommt nicht auf Entscheid zurück

Mittwoch, 15. Februar 2012, 17:18 Uhr, Aktualisiert 20:56 Uhr

Der Bundesrat sieht keinen Grund, auf seinen Entscheid zurückzukommen, den schwedischen Kampfjet Gripen zu kaufen.

Verteidigungsminister Ueli Maurer habe den Bundesrat über die am Dienstag vor den Medien gemachten Ausführungen zum Auswahlverfahren für das neue Kampfflugzeug ins Bild gesetzt, erklärte Bundesratssprecher André Simonazzi.

Bild Der Gripen soll es sein und kein anderer – da ist sich der Gesamtbundesrat sicher.
Der Gripen soll es sein und kein anderer – da ist sich der Gesamtbundesrat sicher. keystone

Maurer hatte bei dieser Gelegenheit jegliche Kritik an dem Verfahren zurückgewiesen und die Publikation von zwei Berichten der Luftwaffe zu den drei evaluierten Kampflugzeugen Gripen, Rafale und Eurofighter als «Störmanöver» bezeichnet.

Keinen Grund, den Entscheid in Frage zu stellen

Die Berichte hätten sich auf das veraltete Gripen-Modell C/D bezogen und nicht auf das Modell E/F, das die Schweiz kaufen wolle. Bei der Evaluation sei dieses Modell als «zufriedenstellend» beurteilt worden. Es entspreche dem technischen Pflichtenheft der Armee. Der Bundesrat und er selber hätten in Kenntnis der Berichte entschieden.

Maurer nimmt im «10vor10» vom Dienstag 14.2.2012 Stellung zum Gripen-Entscheid.

Maurer und nun auch der Bundesrat sehen deshalb keinen Grund, den Entscheid vom letzten November in Frage zu stellen. Der Gripen verfüge über das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

Widmer-Schlumpf erstellt Sparplan

Der schwedische Hersteller bietet 22 Kampfjets Gripen E/F für 3,1 Milliarden Franken an. Maurer erwartet, dass er den Preis in den nun laufenden Vertragsverhandlungen noch drücken kann. Er signalisierte auch Bereitschaft, überarbeitete Offerten der Gripen-Konkurrenten zu prüfen.

Es gibt immer noch viele offene Fragen rund um den Gripen. (Tagesschau, 15.02.2012, 19.30)

Um die Mehrausgaben für den Kauf des Kampfjets und die Armee zu finanzieren, ist Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf zurzeit daran, für das Jahr 2014 ein Sparprogramm von 750 Millionen Franken (plus Mehreinnahmen von 50 Millionen Franken) vorzubereiten.

Bundesrat Maurer lässt sich nicht beirren

Für Bundesrat Ueli Maurer gehören Störmanöver bei der Evaluation von Kampfflugzeugen zum «courant normal». Wie frühere Flugzeug-Beschaffungen die Schweiz ins Trudeln brachten, zeigt die «Rundschau». Lesen Sie hier mehr.

Widmer-Schlumpf bezeichnete dies als eine «grosse Herausforderung». Nach ersten Plänen will der Bundesrat in allen Departementen sparen. Konkrete Vorschläge sollen bis Ende Juni auf dem Tisch liegen.

(sda/kunb)

Kommentare aktiv...

A. Rudin, Therwil
(andi28 Mann)
Verfasst am: 16.2.2012 13:04

Lärmbelastung?

Wie schneidet der Gripen eigentlich in Bezug auf... [1]  mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 16.2.2012 8:43

Wieso Gripen

Dabei dachte ich immer die Krankheit heißt... mehr

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H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 15.2.2012 22:54

Also Frau Widmer

könnte sich doch dieses Jahr beim Budget... [1]  mehr

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