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International

Iran setzt erste selbstproduzierte Atom-Brennstäbe ein

Mittwoch, 15. Februar 2012, 12:24 Uhr, Aktualisiert 18:27 Uhr

Der Iran hat staatlichen Medienberichten zufolge einen Forschungsreaktor mit den ersten selbstproduzierten Brennstäben bestückt. An der Zeremonie in dem Reaktor in Teheran, die live im Fernsehen übertragen wurde, nahm unter anderem Präsident Mahmud Ahmadinedschad teil.

Ahmadinedschad bei der Zeremonie in Teheran (unkommentiert)

Zusammen mit weiteren Besuchern in weissen Schutzanzügen beobachtete er, wie ein mit Metall ummantelter Brennstab, der dem Bericht zufolge im Iran produziert wurde, in das Reaktorbecken eingesetzt wurde. Anschliessend zeigte der Sender Archivbilder von mehreren iranischen Atomwissenschaftlern, die in den vergangenen zwei Jahren bei Anschlägen getötet worden waren.

Neue Uran-Zentrifugen in Natans

In der Atomanlage in Natans wurden Medienberichten zufolge unterdessen 3000 neue Zentrifugen in Betrieb genommen. Nun sei die erste Einheit dieser Zentrifugen zur Urananreicherung aktiviert worden, sagte Fereidun Abbassi Dawani, Chef der iranischen Atomenergieorganisation, in einer Rede, die vom Staatsfernsehen übertragen wurde.

Sie seien «dreimal so leistungsfähig» wie die Zentrifugen der ersten Generation. Ihre Inbetriebnahme sei eine «starke und dokumentierte Antwort» auf die «Sabotage» der westlichen Länder. Wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete, wurden die Zentrifugen im Iran hergestellt und in der Anlage in Natans installiert.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass der Computerwurm Stuxnet in der Anreicherungsanlage von Natans zahlreiche Anreicherungs-Zentrifugen zerstört hat. Iran machte die USA für den Cyber-Angriff auf sein Atomprogramm verantwortlich.

Iran weist Vorwürfe zurück

Zuvor hatte das Staatsfernsehen berichtet, Ahmadinedschad werde im Laufe des Tages mehrere Fortschritte des iranischen Atomprogramms verkünden. Dabei solle es unter anderem um neuartige Zentrifugen gehen.

Verwirrung um Ölexport-Stopp an EU-Länder

Das iranische Erdölministerium hat Berichte der eigenen staatlichen Medien über einen angeblichen Stopp der Erdölexporte in sechs EU-Staaten dementiert. «Es ist unklar, woher diese Berichte stammen, aber es gab keine Entscheidung, weder vom Ministerium noch von der Regierung, die Erdölexporte in die EU zu stoppen», sagte Generaldirektor Mohsen Kamsari der Nachrichtenagentur Isna. Auch Spanien hat Berichte dementiert, nach denen der Iran seine Erdöl-Lieferungen an sechs Länder der Europäischen Union gestoppt haben soll.

Zuvor hatten der staatliche Internet-Nachrichtensender Press TV und andere Medien im Iran den Exportstopp ohne Angabe von Quellen gemeldet. Am Vormittag waren die Botschafter von sechs EU-Mitgliedsländern ohne nähere Angaben von Gründen in das iranische Aussenministerium zitiert worden.

Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Kernkraft nach Atomwaffen zu streben. Der Westen verhängte deshalb seit dem Jahr 2007 immer striktere Strafmassnahmen gegen das Land. Die iranische Führung weist die Vorwürfe zurück und pocht auf ihr Recht als Mitglied des Atomwaffen-Sperrvertrags, ein ziviles Atomprogramm zu verfolgen.

(ads/buet/vaid)

Kommentare aktiv...

P. Soltermann, Fuqing
(PaulN Mann)
Verfasst am: 16.2.2012 1:16

Antwort auf weltweite Isolation ...

Der Mensch sei ein "Herdentier" hat... mehr

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S. Drago, Delémont
(C.aloaP Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 21:22

J.Batt Und wieder hat Antisemitismus Keule zugeschlagen

wenn Israel kein Land mehr entneignet. Wenn... mehr

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J. Batt, Amriswil
(jonbatt Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 20:18

Überschauender?

Ich sage nur, dass der latente Antisemitismus in... mehr

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