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Maurers Erklärungen zu Gripen-Kauf befriedigen Parteien nicht

Dienstag, 14. Februar 2012, 18:03 Uhr, Aktualisiert 21:12 Uhr

Auch nach der Informationsoffensive von VBS-Chef Ueli Maurer und der ganzen Armeespitze zum Gripen-Kauf sehen die Parteien weiteren Klärungsbedarf. SP und Grüne wollen das Geschäft sistieren, FDP und CVP reagieren verwirrt.

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Keine Kritik kommt nach der Pressekonferenz von Ueli Maurer zum Gripen-Entscheid einzig von seiner Partei, der SVP. «Er hat alles gesagt», sagte SVP-Generalsekretärin Silvia Bär. Die BDP ihrerseits will die Angelegenheit vor einer Stellungnahme analysieren und diskutieren, wie Parteisprecherin Nina Zosso sagte.

Ruf nach besserer Kommunikation

Zumindest irritiert ist die FDP und spricht von einer chaotischen Informationspolitik. Die Liberalen erwarten darum von Maurer und der Armeespitze, dass sie alle Unsicherheiten beseitigen.

Das Parlament stimmt im Herbst über die Gripen ab. (Tagesschau, 14.02.2012, 19.30)

Ähnlich tönt es bei der CVP: «Ist es denn so schwer, einen solchen Entscheid zu begründen?» Transparenz und gute Kommunikation würden nicht zuletzt dem Parlament helfen, das den Kampfjet-Kauf schliesslich zu genehmigen habe.

SF-Korrespondent: «Ein Sturm im Wasserglas?»

SF-Korrespondent Hanspeter Forster meint, die Kritik am Gripen-Kauf werde auch nach der Pressekonferenz von Maurer und der Armeespitze nicht verstummen. Forster betont zudem, dass kaum neue Fakten bekannt wurden.

Der Medienauftritt Maurers schätzt Forster vor allem als «politische Demonstration» ein. Es sei dem VBS-Chef auch darum gegangen zu zeigen, dass der Bundesrat wie auch die gesamte Armeeführung hinter dem Entscheid zugunsten des Kampfjets von Saab stehen.

Zu einer – von Maurer explizit nicht ausgeschlossenen – neuen Offerte für den französischen Armeeflieger Rafale sagte der VBS-Chef der «Tagesschau», dass die Franzosen eventuell noch Occasion-Jets anbieten könnten. Diese Option könne den Preis des Gripen noch etwas drücken, urteilt Forster.

SF-Korrespondent Forster: Kaum Neues bekannt (Tagesschau, 14.2.2012)

SIK will Maurer vorladen

Schärfere Kritik kommt von der linken Seite. Die SP will ebenso wie die Grünen genau wissen, wie der Typen- Entscheid zustande kam und wer wann was wusste. Bis dahin müsse das Geschäft auf Eis gelegt werden, teilten die Parteien mit.

Die Entscheidungsprozesse seien von den Geschäftsprüfungskommissionen minutiös aufzuarbeiten. Jene GPK- Mitglieder, die mit einem der Kampfjet-Anbieter verbunden sind, müssten dabei nach Ansicht der Grünen in den Ausstand treten.

Armeespitze verteidigt Gripen

Verteidigungsminister Ueli Maurer hält trotz Kritik von Medien und Politik daran fest, dass der Gripen für die Schweiz ein geeignetes Kampfflugzeug sei. Berichte, wonach das Flugzeug bei Tests durchgefallen ist, bezeichnete er als irrelevant.

Unbefriedigend sind die Erklärungen Maurers auch für die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SIK). Nicht nur blieben viele Fragen offen. Im Gegenteil, neue Fragen seien aufgetaucht, sagte Kommissionspräsidentin Chantal Galladé (SP/ZH). Mit diesen anhaltenden Unklarheiten will die SIK den Verteidigungsminister Anfang nächster Woche konfrontieren.

Wer wusste was, wann?

Nach wie vor sei nicht transparent, wie der Entscheid zugunsten des schwedischen Gripen zustande gekommen sei, sagte die die SIK-Vorsteherin. Die Kommission wolle genau wissen, wer wann was gewusst habe. Auch über die Relevanz der umstrittenen Testberichte wolle die SIK Genaueres wissen.

Die SIK will den Verteidigungsminister Anfang nächster Woche einladen, sich vor der Kommission zu äussern. Nach wie vor sei nicht transparent, wie der Entscheid zugunsten des schwedischen Gripen zustande gekommen sei. Die SIK wolle genau wissen, wer wann was gewusst habe.

Auch über die Relevanz der umstrittenen Testberichte wolle die SIK Genaueres wissen, sagte Galladé. So sei unklar, inwieweit sie in die Evaluation eingeflossen seien. Und wenn die Testberichte nicht relevant seien – weshalb seien sie dann veranlasst worden?

Bild Medienkonferenz, Computer im Vordergrund
Auch die SIK ist nicht zufrieden mit den Antworten der Armeespitze. reuters

Die SIK-Subkommission des Nationalrats, welche die Kampfjet-Beschaffung begleitet, wird sich ihrerseits nächsten Dienstag mit dem Thema Gripen befassen.

(agenturen/redaktion)

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A. Gruber
(fb_1111875460 Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 11:18

Infrastruktur, Lufthoheit & Co

Hangars, Radaranlagen und Kerosen-Lager haben wir... mehr

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H. Haller, Kölliken
(kitwa Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 10:22

Die GPK muss sich mit diesem Geschäft

befassen. Und die GPK muss sich aber auch mit den... [1]  mehr

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D. Schmidel, St. Gallen
(eichhoernchen Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 10:12

Links / Grün und das Chaos

Bei Links/Grün Entscheiden endet alles... [1]  mehr

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