Schweiz
Hat es zu viel Salz auf den Strassen?
Der Schnee auf den Strassen ist zwar verschwunden, doch geblieben ist das Auftausalz – und zwar in rauen Mengen. Sind die Städte etwa zu verschwenderisch mit dem weissen Gold umgegangen? Und welche Auswirkungen hat das Salz auf die Umwelt? «SF online» fragte nach.
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Die Trottoirs und Strassen in Schweizer Mittellandstädten sind weiss bedeckt – von Salz. Auf den Autobahnen bietet sich dasselbe Bild. Es erweckt den Anschein, als hätten die Verantwortlichen der jeweiligen Winterdienste zu eifrig Auftausalz gestreut. Doch der Eindruck täuscht, wie Martin Schneider vom Winterdienst der Stadt Bern gegenüber «SF online» erklärt. «Wir haben bislang erst 630 Tonnen verbraucht. Letztes Jahr benötigten wir 2300 Tonnen über die gesamte Periode hinweg gesehen.»
Auch in Zürich wurde noch wenig Salz verwendet – in den vergangenen zehn Tagen seien dies 390 Tonnen gewesen, sagt Leta Filli, Mediensprecherin bei Entsorgung & Recycling Zürich. In der Periode 2010/2011 wurden 4700 Tonnen gebraucht.
Der weisse Salzfilm auf den Strassen ergebe sich durch die extremen Minustemperaturen und die niedrige Luftfeuchtigkeit, so Filli. «Dadurch entweicht die Feuchtigkeit und das Salz bleibt in seiner ursprünglichen Form liegen.»
Feuchtsalzung
Salz-Hauptlieferant sind die beiden Rheinsalinen in Pratteln BL und Bex VD. Per Siedeverfahren wird das Salz gewonnen – pro Jahr sind dies 400'000 bis 530'000 Tonnen gemäss Angaben des Eawag, des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs. Davon gelangen 50 Prozent als Tausalz in Umlauf. Für die Strassensalzung wird hauptsächlich Kochsalz (Natriumchlorid NaCl) verwendet.
Die derzeit häufigste Methode des Salzens ist das Feuchtsalzen. Dieses entsteht durch Anfeuchten des trockenen Auftausalzes mit einer Natrium-Chlorid-Lösung oder anderen Salzlösungen. Es verweht weniger als Trockensalz und lässt sich zudem weiter streuen.
Auswirkungen auf Wasser- und Pflanzenwelt
Was passiert aber, wenn das Salz durch Regen in den Boden oder gar ins Grundwasser sickert? Gemäss dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, der Eawag, ist zu unterscheiden, in welches Gewässer das Salz gespült wird. Grundsätzlich gilt: Salz in Seen und im Grundwasser wird schneller verdünnt als beispielsweise in kleineren Fliessgewässern. Zu kritischen Konzentrationen kam es jedoch bislang noch nicht.
Kleinere Pflanzen und Bäume in Strassennähe leiden am meisten unter zu intensiver Salzung. Salz gelangt dabei nicht nur mit dem Strassenabwasser, sondern auch durch die Gischt in die Böden und auf die Pflanzen. Dort halten sich die höheren Konzentrationen oft bis in die Sommermonate, da das Salz nur langsam verdünnt wird. «Schlimmstenfalls können solche Pflanzen absterben», sagt Markus Boller vom Eawag. «Gras hingegen scheint resistent dagegen zu sein.» Zu beachten sei darum, dass bei Neubepflanzungen ein Sicherheitsabstand zum Strassenrand von 5 bis 10 Metern eingehalten wird.
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A. Flükiger, Bern
)
(Aedu
Verfasst am: 13.2.2012 23:13
Den einen zuviel, den anderen zu wenig!
Super Thema. Aber es fällt schon auf, dass... mehr
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M. Gasser, Freiburg
)
(markusgasser
Verfasst am: 13.2.2012 17:45
Auflösung ?
Da jetzt gefrierender Regen auf den kalten Böden... mehr
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L. Kunz, Sallneck
)
(xylol
Verfasst am: 13.2.2012 17:30
am meisten ärgert es,
wenn der Strassendienst zu faul zum Räumen ist,... [1] mehr
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