International
Trümmerfelder in Athen nach Sparpaket-Beschluss
In Griechenland sind bei den landesweiten Protesten gegen den in der Nacht verabschiedeten Sparkurs der Regierung mehr als 130 Menschen verletzt worden. Mindestens 48 Gebäude wurden in Brand gesetzt, darunter auch etliche historische Gebäude.
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- Athen: Sparpaket gebilligt, Abweichler gefeuert
- 12.02.12: Athen: Letztes Aufbäumen gegen das Sparpaket
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- 11.02.12: Fahrplan: Entscheidende Tage in der Griechenland-Krise
- 10.02.12: EU macht massiv Druck – Ausschreitungen in Athen
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Nach der Billigung des umstrittenen Sparpakets durch das griechische Parlament ist es in der Nacht zum Montag in zahlreichen Städten zu schweren Krawallen gekommen.
Rund 130 Menschen seien verletzt worden, darunter 68 Polizisten. In der Nacht war noch von 80 Verletzten die Rede. Zudem seien über hundert Personen festgenommen worden.
Dutzende Plünderungen und Brände
Rund 100'000 Menschen demonstrierten vor dem Parlamentsgebäude. Allein in Athen wurden Polizeiangaben zufolge 150 Geschäfte geplündert und 48 Gebäude in Brand gesetzt. Auch Kinos, Banken und eine Cafeteria wurden beschädigt.
Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein. Verängstigte Griechen und Touristen flohen durch die mit Tränengas durchsetzten Strassen und suchten Schutz in den Eingangshallen von Hotels.
«Wir haben enorme Schäden», sagte der Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Giorgos Kominis im Fernsehen. Die Hauptstrassen Panepistimiou, Stadiou, die Einkaufsstrassen Athinas und Ermou und der zentrale Syntagmaplatz vor dem Parlament sehen wie ein Trümmerfeld aus.
Krawalle auch in Kreta, Korfu und Thessaloniki
Die Ausschreitungen griffen auch auf die Touristeninseln Kreta und Korfu, Thessaloniki im Norden und Städte im Zentrum des Landes über.
Die Gewalt entzündete sich als Protest gegen das Reformpaket, das für die Bevölkerung schmerzliche Einschnitte vorsieht, gleichzeitig aber den Weg für neue internationale Milliardenhilfen ebnet.
Am Montagmorgen hatte sich die Lage weitgehend beruhigt. In den Strassen begannen die Aufräumarbeiten, die Feuerwehr war noch damit beschäftigt, die letzten Brände zu löschen.
Es war die schlimmste Gewalt seit 2008, als Griechenland nach tödlichen Polizeischüssen auf einen 15-jährigen Schüler in wochenlangen Unruhen versank.
Sparpaket gebilligt, Abweichler gefeuert
Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte in der Nacht das Sparpaket gebilligt und den Weg für ein weiteres EU-Milliarden-Hilfspaket freigemacht. Die konservative und die sozialistische Partei haben wegen ihres Neins zum Sparpaket Dutzende Abgeordnete von den Fraktionen ausgeschlossen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Das beschlossene Sparprogramm hat ein Volumen von 3,3 Milliarden Euro und ist in der Bevölkerung heftig umstritten. Eine Billigung der Einschnitte ist allerdings zwingend nötig, um weitere Finanzhilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungssfonds (IWF) von 130 Milliarden Euro zu erhalten. Ohne diese Unterstützung droht dem Mittelmeer-Land in wenigen Wochen der Bankrott.
Das Land hängt seit fast zwei Jahren am Tropf seiner Geldgeber IWF und EU. Trotz zahlreicher Abweichler erreichte die von Konservativen und Sozialisten getragene Regierung in der Nacht die entscheidende Mehrheit.
Unter anderem sollen bis 2015 rund 150'000 Staatsdiener entlassen werden und der Mindestlohn von 751 auf 568 Euro sinken. Auch wird die Pflicht zur Zahlung eines Urlaubsgelds aufgehoben und Staatsbesitz soll verkauft werden.
(agenturen/buev)
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H. Bernoulli, Zürich
)
(hbernoulli
Verfasst am: 13.2.2012 20:37
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Es geht nicht um die Rettung GR, sondern der... mehr
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C. Paul, Nordostschweiz
)
(captain_paul
Verfasst am: 13.2.2012 19:08
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Akut wurde das Problem, weil GR ihre Währung... mehr
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C. Paul, Nordostschweiz
)
(captain_paul
Verfasst am: 13.2.2012 19:05
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Erst mit dem Euro gab es für GR... mehr
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