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Kirche als Ausweg aus dem Asyldebakel

Sonntag, 12. Februar 2012, 18:01 Uhr

Bund und Kanton sind verzweifelt auf der Suche nach Asylunterkünften. Die steigende Zahl der Asylsuchenden und negative Entscheide aus Kantonen, wie beispielsweise die Gemeinde Bettwil im Kanton Aargau, verschärfen das Problem. Nun sollen die Landeskirchen zur Problemlösung beitragen, wie die «Tagesschau» berichtet.

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Liegt bei der Kirche der Ausweg aus dem Asyldebakel? («Tagesschau» vom 12.02.2012)

Ab dem 1. März wird im Firmhaus der Landeskirche in der Gemeinde Aarburg (AG) die erste Flüchtlingsfamilie untergebracht. Die Kirche stellt die Immobilie, der Kanton kommt für die Unterbringung auf.

Anfang Januar machte sich Luc Humbel, Kirchenratspräsident der Römisch-Katholischen Kirche im Kanton Aargau für diese Idee stark. In einem Aufruf an die Kirchenpflegen schrieb er: «Aus meiner Sicht würde es der Kirche Aargau gut anstehen, dem Kanton bei der Suche nach Asylunterkünften Hand zu bieten».

Unterbringung von Familien und Frauen

Dabei geht es nicht um Massenunterkünfte, wie etwa in Bettwil geplant war, sondern um die Unterbringung von Familien, alleinerziehenden Müttern und alleinstehenden Frauen. Dafür kämen Einfamilienhäuser oder Teile von Immobilien in Frage.

Bild Das Firmhaus der Gemeinde Aarburg.
Kirchgemeinde stellt Unterkunft für asylsuchende Familien zu Verfügung. sf

Gerade für Kinder aus Flüchtlingsfamilien sei eine längerfristige Unterbringung zentral, damit sie vor Ort eingeschult werden könnten, heisst es im Aufruf weiter.

Notsituation erfordert unkonventionelle Massnahmen

Das Beispiel Aarburg soll Schule machen. Derzeit laufen Abklärungen für verschiedene Standorte. Für Humbel ist die Unterbringung schutzsuchender Menschen durchaus auch eine Aufgabe der Kirche.

Vorausgegangen war ein Aufruf der Regierung des Kantons Aargau. Diese ist vom Bund verpflichtet für 1472 Asylsuchende Platz zu bieten. Nach dem wuchtigen Nein aus Bettwil hat sich Regierungsrätin Susanne Hochuli für diesen bislang unkonventionellen Weg entschieden. Für sie es kein verzweifelter Hilferuf, sondern die Bitte um Solidarität. «Es ist tatsächlich eine Notsituation und da muss man alle Möglichkeiten ausschöpfen».

(sf/blur)

Kommentare aktiv...

H. anni, zürich
(shadow_queen Frau)
Verfasst am: 14.2.2012 0:54

Beinahe 1.8 Mio Ausländer, rekordhohe Asylgesuche

Wann ist genug?? In Afrika gibt es sichere... mehr

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M. Amgwerd, Solothurn
(MarcelAmgwerd Mann)
Verfasst am: 13.2.2012 18:40

Asylantragssteller gehören interniert und..

Internierungslager können nicht verlassen werden... mehr

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G. Niedermann, Zürich
(G.Niedermann Frau)
Verfasst am: 13.2.2012 16:48

2653 neue Gesuche im Januar 2012

es spitzt sich zu, weder Besserung noch Lösung... mehr

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