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International

250'000 Kinder müssen kämpfen

Sonntag, 12. Februar 2012, 12:03 Uhr

Statt auf dem Pausenplatz auf dem Schlachtfeld: Weltweit werden gegen eine Viertelmillion Kinder als Soldaten missbraucht. Nach Unicef-Angaben werden in etwa 15 Ländern Kinder gezwungen, zu kämpfen und zu töten.

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Kindersoldaten sind billig und leicht manipulierbar. Die meisten werden von Rebellenarmeen entführt und gewaltsam rekrutiert. Die Minderjährigen im Dienste von Rebellen, Milizen oder Regierungstruppen sind nach ihrem Einsatz oft drogenabhängig, leiden unter psychischen Störungen und brauchen medizinische Hilfe.

Von ihren Familien und in ihren Dörfern werden sie meist als Mörder abgewiesen. Geschätzte 40 Prozent der Kindersoldaten sind Mädchen. Viele von ihnen sind nach sexuellem Missbrauch schwanger oder haben schon kleine Kinder.

Gespräche mit 169 früheren Kindersoldaten ergaben, dass etwa die Hälfte von ihnen auch töten musste und fast 60 Prozent der Mädchen zu sexuellen Handlungen gezwungen wurden.

Schwieriger Weg zurück
 
Die Wiedereingliederung der Kinder sei schwierig. «Nur wenn es gelingt, ehemaligen Kindersoldaten Alternativen zu geben, kann ihre erneute Rekrutierung verhindert werden.»

Wiedereingliederung von Kindersoldaten in Ruanda (Rundschau 21.09.2011)

 
Ein grosses Problem sei die leichte Verfügbarkeit von Kleinwaffen, kritisierte das UNO-Kinderhilfswerk. «Schon Achtjährige lernen, mit einem deutschen Gewehr (...) oder einer Kalaschnikow umzugehen.»

Ein vor zehn Jahren in Kraft getretenes Abkommen verbietet den Einsatz von Kindersoldaten. Der Druck auf die Konfliktparteien müsse verstärkt werden, forderte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider,
 
Kinder kämpfen in über 60 bewaffneten Gruppen
 
Zudem müssten die sozialen und politischen Ursachen des Missbrauchs bekämpft werden. Es habe Verbesserungen gegeben, seit am 12. Februar 2002 das Zusatzprotokoll zur UNO-Kinderrechtskonvention in Kraft trat, das von 143 Staaten unterzeichnet wurde.

Es kam zu Gesetzesänderungen und zu Verhandlungen zwischen Regierungen, Vereinten Nationen und Milizen. Aber Realität bleibt: In 15 Ländern gehen viele Kinder nicht zur Schule, sondern kämpfen in mehr als 60 bewaffneten Gruppen.
 
Das gilt zum Beispiel für den Sudan, Tschad, die Demokratische Republik Kongo, den Irak, Birma, Uganda, die Zentralafrikanische Republik, Kolumbien und die Philippinen.

 
 

(dpa/blur)

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 12.2.2012 16:12

China und Russland....

...habens gerichtet.. jedes Kind braucht eine... mehr

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M. Vreni, Chur
(vreni77 Frau)
Verfasst am: 12.2.2012 12:57

Warum tun menschenrechtler wie....

Jeann Ziegler und Cedric Wermuth nicht? In der... [1]  mehr

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J. Raguth
(fb_100001218212105 Mann)
Verfasst am: 12.2.2012 12:53

afrika

wenn man keine andere persp. hat so wirt man... [1]  mehr

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