International
Religion vor Regierung: Streit unter den US-Republikanern
Im Rennen um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur haben Mitt Romney und Rick Santorum vor Tausenden Konservativen um Unterstützung geworben. Beide versuchten in Washington, sich als «wahre» Vertreter sozialkonservativer Werte zu präsentieren. Im Verhütungsmittelstreit beugt sich US-Präsident Barack Obama der konservativen Kritik
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Zu einer Aktivisten-Konferenz kam Santorum nach seinem sensationellen Dreifachsieg bei den republikanischen Vorwahlen mit Rückenwind in die Bundeshauptstadt.
Die USA seien auf der Idee begründet, «dass alle Rechte von Gott stammen», sagte der Ex-Senator vor jubelnden Zuhörern. Bei der Präsidentschaftswahl am 6. November gehe es auch um die Freiheit von Religion und die zunehmende Kontrolle der Menschen durch die Regierung. Diese müsse aufhören.
Scharfe Abgrenzung gegen Romney
Santorum versuchte, sich scharf gegen den Favoriten Romney abzugrenzen – allerdings ohne ihn direkt beim Namen zu nennen. Die Republikaner sollten keinen Kompromisskandidaten aussuchen. «Wir werden nicht länger politische Ideen und Prinzipien aufgeben und uns für sie entschuldigen, um im November einen hohlen Sieg zu erringen.»
Viele Sozialkonservative begegnen Romney wegen seiner moderaten Politik im früheren Amt als Gouverneur von Massachusetts mit Argwohn. Romney versuche die Zweifel zu zerstreuen, indem er seine konservativen Positionen auflistete: Nein zu Abtreibungen, zu Steuererhöhungen, Schwulenehen und einer «übermächtigen» Regierung, die sich in alles einmische und Privatinitiativen ersticke.
Romney: Seit' and Seit' mit Konservativen
«Ich weiss, was Konservativismus ist, denn ich habe Konservativismus gelebt», sagte Romney. Er spielte dabei auf seine Jahre als erfolgreicher Geschäftsmann, eine mehr als 40-jährige Ehe und festen Familienzusammenhalt an.
Mit den Konservativen an seiner Seite, so Romney, werde er es im November erfolgreich mit dem demokratischen Präsidenten Barack Obama aufnehmen, der sich zur Wiederwahl stellt. «Dieser Mann, dessen Unfähigkeit und Versagen so viel unnötigen Schmerz für Amerikaner gebracht hat, wird uns nicht bezüglich unserer Werte belehren», sagte der ehemalige Gouverneur.
Romney vor Gingrich und Santorum
Santorum hatte am Dienstag die Vorwahlen in den US-Staaten Colorado, Minnesota und Missouri für sich entschieden. Romney selbst hat zwei Vorwahlsiege in der Tasche. Er gilt weiter als Favorit, muss aber jetzt noch härter und länger als erwartet um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat kämpfen.
In der Nacht auf Sonntag werden die Ergebnisse der Vorwahl im US-Staat Maine bekanntgegeben. Nach einem von der Webseite realclearpolitics.com ermittelten Durchschnitt mehrerer Umfragen liegt Santorum derzeit auf Platz drei der republikanischen Bewerber, knapp hinter Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich. Mitt Romney führt das Feld souverän mit 34 Prozent an.
Verhütungsmittelstreit: Obama rudert zurück
US-Präsident Barack Obama wollte kirchliche Einrichtungen zwingen, Mitarbeiterinnen Verhütungsmittel zu bezahlen – jetzt krebst er nach scharfer Kritik zurück. Vor allem Konservative und die katholische Kirche liefen gegen die Regelung Sturm.
Obama bot nun einen Kompromiss an: Danach sollen Organisationen mit religiösem Hintergrund wie Spitäler oder wohltätige Stiftungen nicht dazu gezwungen werden, wenn sie aus Glaubensgründen die Erstattung von Verhütungsmitteln nicht finanzieren wollen.
Durch seinen Kompromissvorschlag werde nun die freie Ausübung des Glaubens geschützt, während Frauen weiterhin unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund kostenlosen Zugang zu Mitteln zur Empfängnisverhütung hätten, sagte Obama.
(sda/dpa/halp)
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H. Klein, Bern
)
(Haenschen
Verfasst am: 11.2.2012 14:01
"Alle Rechte von Gott" …?
DAFÜR hätte man doch gern mal einen Beweis …... mehr
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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
)
(thkaepp
Verfasst am: 11.2.2012 5:45
Jetzt geht der US Wahlkampf unter die Gürtellinie,
die Reps scheinen sich ernsthaft darüber zu... mehr
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