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Donau für Schiffe weitgehend gesperrt

Freitag, 10. Februar 2012, 17:10 Uhr, Aktualisiert 20:38 Uhr

Die Kälte hat die Donau fest im Griff: Ungarn hat den vereisten Fluss komplett für den Schiffsverkehr gesperrt. Bulgarien stellt wegen der extremen Winterkälte den gesamten Stromexport ein.

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Die Donau ist eine der wichtisten Schifffahrtsstrassen. (Tagesschau, 10.02.12, 19.30)

«Wegen des dicken Eises auf dem Fluss wurde ein Schifffahrtsverbot erlassen», teilte die zuständige Behörde OMIT mit. «Schiffe, die noch unterwegs sind, müssen umgehend den nächstgelegenen Hafen ansteuern.»

Die Donau ist bei Silistra im östlichen Flussabschnitt Bulgariens nach amtlichen Angaben zu 90 Prozent zugefroren. Die Schifffahrt war dort zuvor eingestellt worden. Die Donau ist mit einer Länge von 2860 Kilometern eine der wichtigsten Schifffahrtsstrassen in Europa. In Kroatien, Serbien, Bulgarien und Österreich hängen die Schiffe seit Tagen wegen des Eises fest.

Bild Eine Karte, die den Verlauf der Donau zeigt.
Die Donau ist eine wichtige Schifffahrtsstrasse für Europa. sf

Überall in Europa sind Schiffe wegen der Eiseskälte blockiert. Auch die Strasse von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer, ist komplett vereist. Dort hingen nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums vom Donnerstagabend 126 Schiffe fest, darunter 120 aus dem Ausland.

Bulgarien stoppt Stromexport

Wegen der anhaltenden Kälte muss Bulgarien den gesamten Stromexport stoppen. Der Exportstopp für andere Balkanländer begann in der Nacht zum Freitag. Grund dafür war der drastisch gestiegene Stromverbrauch und eine Panne in einem wichtigen Kraftwerk, sagte Energieminister Trajtscho Trajkow dem Staatsradio in Sofia.

Zudem stieg die Zahl der Ertrunkenen bei der Flutkatastrophe der vergangenen Tage auf zehn Menschen. Die Überschwemmungen waren durch übergelaufene Stauseen und Flüsse verursacht worden. Dabei ertrank auch massenweise Zuchtvieh.

In Rumänien kamen weitere 13 Menschen wegen der Kälte ums Leben. Das Gesundheitsministerium erklärte, rund 220 Obdachlose seien in Notunterkünfte gebracht worden. Die Temperaturen fielen in der Nacht auf minus 20 Grad Celsius.

(sda/rucf/hesa)

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