International
Gysling: Russland wird in Syrien-Frage nicht einlenken
Neben China hat bisher vor allem Russland verhindert, dass die UNO gegenüber Syrien aktiver werden kann. Russland-Korrespondent Peter Gysling sieht dafür zwei zentrale Gründe: Russlands Erfahrung im Libyen-Konflikt und Russlands Waffenlieferungen an Syrien.
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Es wird sich nichts ändern an der Haltung der russischen Führung, jedenfalls nicht vor der Präsidentenwahl am 4. März». Russland sei mit Syrien verbündet. Dies die Einschätzung von SF-Russland-Korrespondent Peter Gysling zur Russlands Position in der Syrien-Frage.
Russland hatte vor einer Woche zusammen mit China eine Syrien-Resolution der UNO mit einem Veto blockiert. Der Entwurf, der keine Sanktionen enthielt, war von der grossen Mehrheit der Araber und der Europäer unterstützt worden. Russlands ablehnende Haltung hatte international für heftige Kritik gesorgt.
Arbeitsplätze dank Waffenlieferungen
Laut Gysling sind in Russland rund 1,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt damit beschäftigt Waffen für das Assad-Regime herzustellen oder zu liefern. Diese Menschen stellten ein Wählerpotential dar, das die Gruppe im Putin «sicher nicht gefährden» wolle.
Das habe sich heute auch in Russlands Parlament gezeigt. Sämtliche Fraktionen hätten das Veto Moskaus gegen die jüngste Syrien-Resolution unterstützt.
Dazu kämen Russlands negative Erfahrungen in Zusammenhang mit der UNO-Resolution gegen Libyens damaligen Diktator Muammar al-Gaddafi, so Gysling in der «Tagesschau». Die damals verfügte Flugverbotszone über Libyen habe das westliche Militärbündnis Nato genutzt, um einen eigentlichen Krieg gegen Gaddafi zu führen. Mit dem Veto zur jüngsten Syrien-Resolution habe Russland vermeiden wollen, «abermals aussenpolitisch über den Tisch gezogen» zu werden – selbst wenn sich das Land damit aussenpolitisch stark isoliere.
Syrien: Schwere Anschläge in Aleppo
In Syrien hat sich der Bürgerkrieg auf die Millionenstadt Aleppo ausgeweitet. Dort kamen bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens 30 Menschen ums Leben. Das Regime machte für die Attentate Oppositionelle verantwortlich. Diese wiesen die Anschuldigung zurück.
(sf/vaid)
Meldungen im Tagesverlauf
- Vier Kandidaten wollen oberster Bauer werden
- Andrei Arschawin: Heimkehr als Erfolgsrezept?
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Zum Thronjubiläum: William zeigt sein Lieblingsbild mit der Oma
- Italiens EURO-Starter bekannt, Testspiel abgesagt
- SP-Fraktion gegen Steuerabkommen
- Ein Wechsel im irischen Kader
- Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
- Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt


Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
SP-Fraktion gegen Steuerabkommen
Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen



















A. Ka, Iraq
)
(an.ka
Verfasst am: 11.2.2012 15:23
Schurken
Ist doch klar, dass ein Schurke oder Diktator dem... [1] mehr
Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
C. Staub, meinungs-zensur
)
(srg-gemobbter
Verfasst am: 11.2.2012 13:47
UNGLAUBLICH, WIEVIELE "FREUNDE"...
...syriens despotischer Diktator und Genozider,... [1] mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 8 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. S., Swiss
)
(mycky
Verfasst am: 11.2.2012 10:30
Russland ( und China ) kann nicht
einlenken den dan müssten auch sie... mehr
Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten