Inhalt

International

Gysling: Russland wird in Syrien-Frage nicht einlenken

Freitag, 10. Februar 2012, 22:30 Uhr

Neben China hat bisher vor allem Russland verhindert, dass die UNO gegenüber Syrien aktiver werden kann. Russland-Korrespondent Peter Gysling sieht dafür zwei zentrale Gründe: Russlands Erfahrung im Libyen-Konflikt und Russlands Waffenlieferungen an Syrien.

Videoplayer
Gysling: «Russland möchte nicht abermals aussenpolitisch über den Tisch gezogen werden» (Tagesschau, 10.02.12)

«Es wird sich nichts ändern an der Haltung der russischen Führung, jedenfalls nicht vor der Präsidentenwahl am 4. März». Russland sei mit Syrien verbündet. Dies die Einschätzung von SF-Russland-Korrespondent Peter Gysling zur Russlands Position in der Syrien-Frage.

Russland hatte vor einer Woche zusammen mit China eine Syrien-Resolution der UNO mit einem Veto blockiert. Der Entwurf, der keine Sanktionen enthielt, war von der grossen Mehrheit der Araber und der Europäer unterstützt worden. Russlands ablehnende Haltung hatte international für heftige Kritik gesorgt.

Arbeitsplätze dank Waffenlieferungen

Laut Gysling sind in Russland rund 1,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt damit beschäftigt Waffen für das Assad-Regime herzustellen oder zu liefern. Diese Menschen stellten ein Wählerpotential dar, das die Gruppe im Putin «sicher nicht gefährden» wolle.

Das habe sich heute auch in Russlands Parlament gezeigt. Sämtliche Fraktionen hätten das Veto Moskaus gegen die jüngste Syrien-Resolution unterstützt.

Dazu kämen Russlands negative Erfahrungen in Zusammenhang mit der UNO-Resolution gegen Libyens damaligen Diktator Muammar al-Gaddafi, so Gysling in der «Tagesschau». Die damals verfügte Flugverbotszone über Libyen habe das westliche Militärbündnis Nato genutzt, um einen eigentlichen Krieg gegen Gaddafi zu führen. Mit dem Veto zur jüngsten Syrien-Resolution habe Russland vermeiden wollen, «abermals aussenpolitisch über den Tisch gezogen» zu werden – selbst wenn sich das Land damit aussenpolitisch stark isoliere.

Syrien: Schwere Anschläge in Aleppo

In Syrien hat sich der Bürgerkrieg auf die Millionenstadt Aleppo ausgeweitet. Dort kamen bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens 30 Menschen ums Leben. Das Regime machte für die Attentate Oppositionelle verantwortlich. Diese wiesen die Anschuldigung zurück.

(sf/vaid)

Kommentare aktiv...

A. Ka, Iraq
(an.ka Mann)
Verfasst am: 11.2.2012 15:23

Schurken

Ist doch klar, dass ein Schurke oder Diktator dem... [1]  mehr

Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

C. Staub, meinungs-zensur
(srg-gemobbter Mann)
Verfasst am: 11.2.2012 13:47

UNGLAUBLICH, WIEVIELE "FREUNDE"...

...syriens despotischer Diktator und Genozider,... [1]  mehr

Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 8 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

A. S., Swiss
(mycky Mann)
Verfasst am: 11.2.2012 10:30

Russland ( und China ) kann nicht

einlenken den dan müssten auch sie... mehr

Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.